Rehdens Stürmer dreht abermals das Spiel gegen Hannovers Reserve – 2:1

Magischer Menga macht’s erneut

Hatte schon nach zwei Minuten die Führung auf dem Fuß: Santiago Aloi vom BSV Rehden (am Ball), hier gegen Hannovers Maurice Hehne. Foto: Krüger

Hannover - Von Cord Krüger. Was für ein abgezockter Typ! Binnen einer Minute ließ Rehdens Addy-Waku Menga gestern Abend die U 23 von Hannover 96 in ihrem eigenem Stadion ganz alt aussehen: Erst verwandelte der Stürmer des BSV Rehden einen Foulelfmeter cool zum späten Ausgleich (82.), dann spitzelte der 35-Jährige mit dem nächsten Angriff die Kugel zum 2:1 (0:0)-Endstand in die Maschen (83.) und brachte der Bundesliga-Reserve so die erste Niederlage nach zuvor acht Siegen hintereinander in der Regionalliga Nord bei.

„Addy ist unser Spieler des Spiels“, fasste sein Trainer Benedetto Muzzicato den Auftritt des ältesten Akteurs auf dem Platz zusammen. Doch der widersprach nach seinem Doppelpack wie im Hinspiel seinem Chef: „Das war eine Leistung des ganzen Teams. Wir haben heute unser bestes Spiel gezeigt. Ich bin froh, dass hier mehr und mehr etwas zusammenwächst.“

Und wer in dieses Kollektiv neu hineinkommt, fügt sich nahtlos ein. Etwa Tobias Esche, einzige Umbesetzung in Rehdens Startelf im Vergleich zum 0:0 vor einer Woche gegen den FC St. Pauli II: Der Innenverteidiger stand für Augusto Canzian da Silva im Zentrum der Dreierkette. Er sowie seine Nebenleute Jakob Lewald und Kevin Kalinowski stahlen Hannovers Offensive im ersten Durchgang die Show – kopfball- und zweikampfstark oder durch souveränes Ablaufen.

Auch dadurch hatten die Gäste die besseren Chancen. Schon nach zwei Minuten hätte der BSV führen können, doch Santiago Aloi setzte seinen Flachschuss knapp links neben das Tor. Menga feuerte die nächsten zwei Warnschüsse aufs BSV-Gehäuse ab (5./13.), zwischendurch meldete sich die Bundesliga-Reserve nur einmal vor Rehdens Schlussmann Rico Sygo (Valdrin Mustafa lief ins Abseits/12.). Danach spielten die Schwarz-Weißen aus der überaus abgeklärten Abwehr fix nach vorn, außer einem tückischen Freistoß-Aufsetzer von Quentin Fouley (32.) musste Hannovers Keeper Leo Weinkauf jedoch nicht eingreifen. „Einige Male haben wir die falschen Entscheidungen getroffen“, sagte Muzzicato: „Wir hätten uns schon in der ersten Halbzeit belohnen müssen.“ Das war auch 96-Trainer Christoph Dabrowski nicht entgangen, dessen Worte in der Pause laut und deutlich ausgefallen sein dürften.

Tatsächlich zeigten die Gastgeber nach Wiederanpfiff mehr Einsatz, wenn auch weiter ohne große Möglichkeiten. Umso überraschender fiel die Führung der „Roten“: Marco Stefandl drückte die Kugel aus drei Metern über die Line (62.) – und Sygo war erstmals nach viereinhalb Partien und 422 Minuten im Fußball-Jahr 2019 geschlagen. „Aber danach haben die Jungs Moral gezeigt und sind zurückgekommen“, freute sich Menga. Hannovers Keeper Weinkauf half da allerdings kräftig mit, als er bei einer Flanke von Yannis Becker in den Strafraum Esche in der Luft rammte. Der Elfmeter war unstrittig, Menga verwandelte schnörkellos unten links (82.). Keine 60 Sekunden später schlug er erneut zu – nach einer Rechtshereingabe von Shinji Yamada: „Ich wollte erst direkt draufhalten, aber dann kam die Abwehr auf mich zu. Also habe ich einen Haken geschlagen und das Ding noch zum Glück mit der Pike gemacht“, schilderte Menga seinen Geistesblitz, den Muzzicato „einfach genial“ nannte.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Aung San Suu Kyi verfolgt Völkermord-Klage gegen Myanmar

Aung San Suu Kyi verfolgt Völkermord-Klage gegen Myanmar

Paris-Gipfel: Friedensprozess für Ostukraine wiederbelebt

Paris-Gipfel: Friedensprozess für Ostukraine wiederbelebt

Brände in Australien wüten weiter - Sydney in dichtem Rauch

Brände in Australien wüten weiter - Sydney in dichtem Rauch

11 sehenswerte Weihnachtsbäume rund um die Welt

11 sehenswerte Weihnachtsbäume rund um die Welt

Meistgelesene Artikel

Verflixte Nachspielzeiten

Verflixte Nachspielzeiten

Rehden sucht den Punch

Rehden sucht den Punch

Kommentare