Keeper hält drei Mal im Elfmeterschießen bei Oberligist Jeddeloh

Magier Milos Mandic rettet Rehden ins Viertelfinale

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Alle auf Milos Mandic. Der Rehdener Torhüter war nach dem 3:2 über den SSV Jeddeloh im Elfmeterschießen der umjubelte Held. Stefan Heyken gehörten zu den ersten Gratulanten. ·

Rehden - von Cord Krüger. Knappes Ding am Küstenkanal! Fußball-Regionalligist BSV Rehden durfte gestern im Achtelfinale des Niedersachsenpokals beim klassentieferen SSV Jeddeloh erst nach dem Elfmeterschießen durchatmen. Mit 3:2 (0:0) setzte sich die Mannschaft von Trainer Predrag Uzelac beim bis zum Schluss tapfer kämpfenden Oberligisten durch. Am Ende rannten alle Rehdener auf ihren bärenstarken Torwart Milos Mandic zu, der drei Elfmeter pariert hatte.

Als der Matchwinner alle Umarmungen von Kollegen und Fans hinter sich hatte, versuchte er sich in Understatement: „Im Elfmeterschießen ist immer auch Glück dabei. Ich habe versucht, lange stehen zu bleiben. Und irgendwie ist ja auch jeder Schütze ein bisschen nervös.“ Ausführlicher lobte er den Gegner: „Jeddeloh hat das gut gemacht und am Ende die zweite Luft bekommen. Damit kamen sie selbst noch zu ein paar Offensivaktionen.“

Zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie längst entschieden sein können – allein durch BSV-Stürmer Alexander Neumann: Nach 120 Sekunden hatte er jedoch Pech, weil SSV-Innenverteidiger Key Riebau seinen ersten Schuss von der Linie köpfte, dann scheiterte er nach einem Alleingang an Schlussmann Christoph Rohlwing (33.), kurz vor der Pause zielte er knapp vorbei (44.). Auch Kevin Artmann vergab das 1:0 – denn auch gegen Rehdens Kapitän rettete Rohlwing (4.).

Ansonsten ließen die dicht gestaffelten Platzherren vor 380 Zuschauern in der „53acht-Arena“ nicht viel zu, verschoben gut und setzten einige Konter. „Das gibt mir zu denken“, gestand Uzelac: „Wir hatten zwar drei, vier 100-prozentige Chancen, waren aber insgesamt zu weit weg von den Leuten. Wir sind noch nicht so eingespielt, wie wir es sein müssten.“ Der Coach hatte dem Personal vertraut, das am Sonntag beim 2:0 zum Liga-Auftakt gegen Havelse überzeugt hatte, doch diesmal agierte seine erste Elf nicht so spritzig und konzentriert – mit Ausnahme des souveränen Abwehrchefs Stefan Heyken und Außenverteidiger Viktor Pekrul, dessen Flankenläufe über rechts für viel Gefahr sorgten. Insgesamt hatte der Regionalligist jedoch trotzdem noch mehr vom Spiel.

An dieser Überlegenheit änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig, aber der SSV setzte Nadelstiche: Mandic musste in höchster Not gegen Keven Oltmer klären (49.), Fabian Zaps schoss drüber (52.) – das Spiel war nun offen. Und spätestens, als Zaps das Lattenkreuz traf, verwandelten die SSV-Fans den Platz in ein Tollhaus und peitschten ihre Mannschaft durch den Rest der 90 Minuten.

So ging's ins Elfmeterschießen – und da zeigte Mandic seine Magier-Qualitäten: Zuerst hielt er gegen Christian Hillje. Nach Heykens 1:0, Zaps' 1:1 und Artmanns Pfostenkracher sicherte er diesen Zwischenstand mit der Parade gegen Riebau und freute sich über Danny Arends 2:1. Das 2:2 durch Keven Oltmer 2:2 konnte er nicht verhindern, doch nach Neumanns 3:2 sorgte er per Reflex gegen Nick Köster für Rehdens Happy End.

Nun fiebert der BSV dem Doppelpack gegen den BV Cloppenburg entgegen – am Sonntag ab 15 auswärts zum Liga-Duell und im Pokal-Viertelfinal-Heimspiel am Mittwoch ab 19 Uhr.

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