Vier Fragezeichen beim BSV

Rehden empfängt den VfB Lübeck – beide sind 2019 noch unbesiegt

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Gute Startelf-Chancen: Rehdens Solomon Okoronkwo bekam ein Trainerlob.

Rehden – So richtig lange ist Benedetto Muzzicato noch nicht im Herren-Trainer-Geschäft. Vier Jahre sind es in etwa, in denen der 40-Jährige erst den FC Oberneuland, dann den TB Uphusen betreute. Und seit dem 24. September 2017 hat er das Sagen beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden.

In dieser Zeit sind in den unterschiedlichen Clubs, vor allem auch in seinem aktuellen, viele Spieler gekommen und gegangen. Und nun, kurz vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VfB Lübeck (Samstag, 15.00 Uhr), kommt das dicke Lob für den momentanen Kader. „Es macht riesigen Spaß. Das ist die beste Mannschaft, die ich bisher im Herrenbereich trainiert habe“, schwärmt Muzzicato: „Ich weiß nicht, ob das jetzt ein Kompliment ist.“ Klingt schon so! Umso härter dürfte es für ihn werden, wenn er den BSV am Saisonende verlässt – aber das hat er selbst so entschieden.

Sechs Partien sind es noch, die erste davon ist – nimmt man nur das Jahr 2019 – ein echtes Spitzenspiel zweier ungeschlagener Teams. Rehden hat vier Siege und zwei Unentschieden vorzuweisen – und erst ein Gegentor kassiert. Genau wie die Lübecker, die sogar alle ihre sechs Begegnungen gewannen und dadurch gefährlich nahe an Tabellenführer VfL Wolfsburg II herangerauscht sind (vier Punkte Rückstand, ein Spiel weniger). 

„Vor ein paar Wochen hätte ich gesagt, Lübeck kann kein Meister werden. Mittlerweile sieht es etwas anders aus“, meint Muzzicato. Um im Rennen zu bleiben, darf sich der VfB keinen Ausrutscher erlauben. Zudem brenne er auf einen Sieg gegen Rehden, mutmaßt Muzzicato, dessen Team den Favoriten beim 0:0 im Hinspiel ordentlich gepiesackt hatte. Auch diesmal darf sich der Tabellenzweite auf unangenehme 90 Minuten gefasst machen. „Bei uns herrscht 2019 ein tolles Klima, der Teamcharakter ist klasse“, lobt Muzzicato und fügt an: „Lübeck wird es hier sehr schwer haben.“

Enorm wichtig wird sein, der Offensive des Gegners keine Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. „Lübeck macht auch aus halben Chancen Tore“, warnt Muzzicato: „Sie haben in Ahmet Arslan einen der besten Spieler der Liga.“ Elfmal hat der 25-Jährige bisher zugelangt, Mittelstürmer Daniel Franziskus (27) sogar 14 Mal, damit sind die beiden Vierter und Zweiter der Regionalliga-Torjägerliste. Rehdens Addy-Waku Menga (35) rangiert mit zehn Treffern auf Platz sechs. Der Routinier und seine Offensivkollegen müssen sich gegen die beste Defensive der Liga (erst 19 Gegentore) beweisen – und Muzzicato ahnt: „Wir brauchen vorne einen guten Tag und Matchglück.“

Vielleicht reicht ja ein Treffer, um Saisonsieg Nummer elf einzufahren. Das wäre nichts Neues. Viermal gewann der BSV bereits mit 1:0, hinzu kommen fünf 2:1-Erfolge (und ein 4:0). „Wir sind so ein bisschen die Minimalisten, aber nehmen das natürlich gerne an“, sagt der BSV-Trainer über die zwei Standardergebnissse und erinnert: „In der Hinrunde war es oft andersrum.“

Personell stehen bei den Rehdenern noch einige Frazeichen. Tobias Esche, Shinji Yamada und Augusto Canzian da Silva – alle Stammkräfte der erfolgreichen Vorwochen – lagen oder liegen mit einer Grippe flach, genau wie Robin Janowski. Gut möglich, dass Solomon Okoronkwo im Angriff eine weitere Bewährungschance erhält. Muzzicato: „Er hat gegen Egestorf gut gespielt.“  

mr

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