LSK-Trainer Elard Ostermann im Interview

„Wir müssen stets ans Limit gehen“

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Lüneburgs Trainer Elard Ostermann.

Bsv Rehden - Von Arne Flügge. RehdenBsv Rehden - Von Arne Flügge. Als Meister der Oberliga Niedersachsen ist der Lüneburger SK Hansa in die Regionalliga Nord aufgestiegen. Und die Lüneburger stellen sich beim BSV Rehden gleich im Doppelpack vor. Am Sonntag (15.00 Uhr) im Punktspiel und dann gleich schon wieder am Mittwoch (19.00 Uhr) im Achtelfinale des NFV-Pokals. Im Vorfeld sprachen wir mit Lüneburgs Trainer Elard Ostermann (45), ehemaliger Spieler des VfL Bochum und des Hamburger SV.

Herr Ostermann, innerhalb von vier Tagen spielen Sie zweimal in Rehden – eine ganz schöne Tortur...

Elard Ostermann: ...und wenn wir Vollprofis wären, würden wir in Rehden ein paar Nächte dranhängen. Es ist schon hart, unter der Woche so weit zu fahren. Aber wir müssen zurück, weil die Spieler arbeiten und sich dann für das Spiel am Mittwoch einen halben Tag Urlaub nehmen müssen.

In Rehden ist das nicht anders. Das klingt nach einer gewissen Seelenverwandtschaft.

Ostermann: Das weiß ich nicht, denn ich kann die sonstigen Rahmenbedingungen in Rehden nicht beurteilen. Ich weiß, dass sie ein tolles Stadion haben. Und wir freuen uns als Aufsteiger, jetzt in solchen Stadien zu spielen. Genauso, wie wir uns auf die Saison freuen.

Mit Rehdens Trainer Andreas Petersen haben Sie schon häufiger mal die Klingen gekreuzt, stimmt das?

Ostermann: Ja, und ich freue mich auch auf meinen alten Weggefährten. Vor zehn Jahren war er Trainer beim SV Südharz, ich war das erste Mal beim LSK. Es waren immer heiß umkämpfte Spiele.

Erwarten Sie am Sonntag einen ähnlichen Verlauf?

Ostermann: Ich denke, die Tagesform wird entscheiden. Es wird der vorn sein, der seine Leistung abruft.

Haben Sie den BSV Rehden schon unter die Lupe genommen?

Ostermann: Ich habe die Mannschaft beobachten lasen und mir zudem einige Infos eingeholt. Ich denke, wir sind halbwegs vorbereitet.

Was haben Ihre Beobachtungen ergeben?

Ostermann: Dass wir bis an unsere Grenzen gehen müssen, denn Rehden hat eine richtig starke Mannschaft. Ich bin gespannt, was uns da erwartet.

Ein starkes Team haben Sie aber auch, wie das 2:2 zum Saisonauftakt gegen Eintracht Braunschweig II gezeigt hat.

Ostermann: Vor allem haben wir eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft. Und ich hoffe nur, dass wir nicht zu viel Lehrgeld bezahlen.

Inwiefern?

Ostermann: Wir haben gegen Braunschweig 2:1 geführt und hätten den Sack zumachen müssen. Doch wir haben klarste Chancen ausgelassen und damit förmlich um das Gegentor gebettelt – das haben wir in der Nachspielzeit dann auch bekommen.

Glauben Sie, dass Ihre junge Mannschaft so einen Nackenschlag schnell wegstecken kann?

Ostermann: Ja, das kann sie. Die Erwartungshaltung im Umfeld und in der Öffentlichkeit ist nicht zu groß. Wir haben viele Eigengewächse, da ist die Identifikation mit der Mannschaft groß. Zudem haben wir einen breiten Kader, den wir auch brauchen, weil wir 34 Spieltage ans Limit gehen müssen. Ich denke, wir sind insgesamt gut aufgestellt.

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