Regionalligist vor Verpflichtung eines Stürmers

Lokaj und Petrov kehren Rehden den Rücken

Der Einsatz stimmte, doch Rehdens Stürmer Francky Sembolo (M.) soll bald Unterstützung im Sturm bekommen. - Foto: Krüger
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Der Einsatz stimmte, doch Rehdens Stürmer Francky Sembolo (M.) soll bald Unterstützung im Sturm bekommen.

Jeddeloh - Da hat Benedetto Muzzicato dann aber doch leicht übertrieben. „Mein Zwei-Mann-Sturm“, rechnete der Trainer des BSV Rehden vor, ist zusammen 70 Jahre alt.“ Damit hat er Francky Sembolo (33) und Addy-Waku Menga (34) zwar älter gemacht, als sie sind, das Problem bleibt aber das alte: Dem A-Lizenz-Inhaber fehlen vorn die Alternativen, wenn Menga und Sembolo in Englischen Wochen wie dieser mal eine Pause bräuchten oder sich in Zweikämpfen wie am Samstag gegen die gut sortierte Fünfer-Abwehrkette des SSV Jeddeloh aufreiben.

Der wuchtige Sembolo, sonst eine Waffe bei Kopfball-Duellen, verlor diesmal mehr Luftkämpfe als sonst, musste diesmal sogar in der ersten Halbzeit einiges einstecken (von Innenverteidiger Michel Hahn und Torwart Christian Meyer). Doch bis auf Weiteres werden er und Menga hinter ihm wohl weiter im Angriff alles versuchen müssen. Denn zwei ihrer Konkurrenten haben sich vor Ende der Wechselfrist am Freitag aus Rehden verabschiedet.

Fabian Lokaj (22), im Januar aus Rumäniens erster Liga zum BSV gekommen, schloss sich am Donnerstag Rehdens Regionalliga-Konkurrent VfL Oldenburg an. „Ich hätte Fabian gern behalten und glaube, dass Dario einen in ihm guten Stürmer dazubekommen hat“, urteilte Muzzicato und meinte damit seinen VfL-Kollegen Dario Fossi.

Sportliche Gründe hätten nicht den Ausschlag gegeben. Näher wollte der BSV-Coach nicht ins Detail gehen, doch Lokaj hatte schon länger mit einem Wechsel zu TB Uphusen kokettiert. Da der Schweizer in dieser Serie aber schon für Rehden gespielt hat (beim 0:1 in Lüneburg), hätte ihn der TBU zum Vertragsamateur machen müssen, um ihn spielberechtigt zu bekommen. Ein solcher Schritt ist in Uphusen aber unerwünscht.

Petrov verlässt den Kader aus privaten Gründen

Ebenfalls nicht mehr zu den Schwarz-Weißen zählt Jordan Petrov, der am Freitag Abschied nahm – nur neun Wochen nach seinem Einstand. „Bei ihm hatte es private Gründe“, sagte Muzzicato über den Außenstürmer mit seinen sechs Einsätzen im BSV-Dress, der erstmals am Mittwochabend beim 1:1 gegen den VfB Oldenburg nicht im Kader gestanden hatte: „Er traute sich die Regionalliga nicht mehr zu.“ 

Schon am Samstag stand Petrov bei seinem vorherigen Club 1. FC Wunstorf in der Startelf, verlor aber das Oberliga-Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel mit 1:2.

Also sind jetzt wieder zwei Planstellen frei. Eine davon soll in dieser Woche besetzt werden – fast zwangsläufig durch einen Stürmer.

ck

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