Rehdens Verteidiger fällt auch vorn auf

Lewald allgegenwärtig

Hinten und vorn Herr der Lage: Rehdens Innenverteidiger Jakob Lewald (l.) schaltet sich hier gegen Hannovers Defensivmann Gürkan Öney in den Angriff ein. Foto: Krüger

Rehden – Auf die Szene wollte er gar nicht groß eingehen. „Ja, das war so“, kommentierte Jakob Lewald seine Rettungstat in Minute 49, als der Innenverteidiger des BSV Rehden gegen Almir Kasumovic auf der Linie das 1:0 für den HSC Hannover verhinderte. Vielleicht wäre es trotz der zu jenem Zeitpunkt noch 40 Minuten auf der Uhr schon das Siegtor gewesen, denn dieses Regionalliga-Duell hatte nur wenige Hochkaräter im Strafraum parat. „Vorn fehlte uns irgendwie die Durchschlagskraft“, umschrieb es Lewald – ohne sich jedoch selbst dabei herauszunehmen. Denn der Abwehrmann schaltet sich im 3-5-2-System seines neuen Trainers Heiner Backhaus auffallend oft mit in die Offensive ein, läuft vom Abwehrzentrum auf den rechten Flügel, flankt oder zieht nach innen. „In der Dreier- oder Fünferkette ist man ja auch ein bisschen variabler, und wenn das Zusammenspiel mit Marco passt, kann ich Tempo aufnehmen und nach vorn gehen“, sagte er über den eine Station weiter vorn agierenden Marco Kaffenberger. Auch am Samstag gegen Hannover ging er diese weiten Wege, entkam zweimal einer von zwei HSC-Akteuren zugekniffenen Zange, fand nach diesen Befreiungsaktionen jedoch keinen Abnehmer für den Ball. „Es ist egal, ob man hinten oder vorn in den Zweikampf geht“, relativiert der 20-Jährige: „Gewinnen muss man ihn so oder so.“

Auf seiner eigentlichen Position im Abwehrzentrum gewann er mit seiner Robustheit fast alles – ob am Boden oder in der Luft. „Einfach top“, fand sein Trainer Heiner Backhaus die Leistung des vor einem Jahr aus Werders A-Jugend in die Waldsportstätten gekommenen 1,94-Meter-Manns und seines Innenverteidiger-Kollegen Tobias Esche. Und wie „Tobi“ ergreift der frühere Kapitän des Bremer Nachwuchses nun öfter lautstark das Wort, wenn es mal nicht so läuft. „Das kommt wohl mit der Zeit, wenn man etwas länger im Team ist“, meinte Lewald: „Ich hoffe, dass alles im Sinn der Mannschaft ist, was ich so tue.“ Mit Blick auf seine aktuellen Leistungen muss er sich da keine Sorgen machen.  ck

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