Gegen Flensburg auch für Neumann und Banecki Abschied vor eigenen Fans

Die letzten Tage von Rehden – doch Wnuck bleibt cool

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Er bekommt sein Abschieds-Heimspiel: Rehdens Alexander Neumann (2.v.l.) soll am Sonntag gegen Flensburg auflaufen. ·

rehden - Nach fünf Jahren brechen für Björn Wnuck die letzten Tage von Rehden an. 2009 vom VSK Osterholz-Scharmbeck zum BSV gekommen, spielte er zwei Jahre für den damaligen Oberligisten und hielt danach für die Zweite in der Bezirksliga die Knochen hin – auch noch jetzt, neben seiner Tätigkeit als Trainer der Ersten.

Doch nun darf er den Regionalligisten nur noch für drei Partien betreuen – im letzten Saison-Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr gegen Weiche Flensburg, am nächsten Samstag zum Liga-Kehraus bei Victoria Hamburg und im NFV-Pokal-Finale am 28. Mai in Braunschweig. Der fehlende A-Schein verhindert eine weitere Serie als Coach in Liga vier – doch Wnuck geht seine Rehdener Restzeit top-motiviert statt melancholisch an.

„Von der Einstellung her hat sich bei mir nichts geändert“, sagt der 29-Jährige: „Ich gehe das Spiel gegen Flensburg mit demselben Einsatz an, wie ich hier die letzten zwei Jahre als Trainer gearbeitet habe – ob vorher als Spielertrainer der Zweiten oder seit August als Coach der Ersten – vom Engagement her hat das für mich auch keinen großen Unterschied gemacht.“

Sein (vorerst) letzter Auftritt in den Waldsportstätten stellt hingegen schon einen Unterschied in mehrfacher Hinsicht dar – das weiß der Familienvater: Denn erstens geht es sowohl für seinen BSV als auch für Flensburg in der Liga um nichts mehr. Die Nordlichter reisen zudem mit schweren Knochen nach dem heutigen Landespokal-Finale bei Drittligist Holstein Kiel an.

Zweitens würde Wnuck dieses Duell gern als würdigen Rahmen für zwei Abschiede nutzen – er rätselt aber, ob er das hinbekommt: „Alexander Neumann wird auf jeden Fall spielen – ob nun von Beginn oder später von der Bank aus“, verspricht Wnuck dem zuletzt lange ausgefallenen Stürmer, der zu Oberligist SV Drochtersen/Assel wechselt. Ob er jedoch Francis Banecki vor seinem Weggang nach Berlin diesen letzten Auftritt daheim ermöglichen kann, scheint fraglich: „Francis wird seine Achillessehnen-Beschwerden einfach nicht los“, seufzt der Trainer.

Immerhin hat sich das Lazarett an anderen Stellen gelichtet: Rechtsverteidiger Viktor Pekrul hat seinen Innenband-Anriss im Knie auskuriert: „,Vicky‘ ist mit vollem Einsatz im Training dabei – griffig und präsent wie eh und je.“ Vieles spricht also für ein Comeback des 31-Jährigen, der zuletzt bei Rehdens 0:1-Niederlage in Oldenburg immerhin schon wieder auf der Bank saß.

Bei Kevin Artmann lässt Wnuck hingegen lieber Vorsicht walten: Der BSV-Kapitän spielte zuletzt zwar durch, „aber nach den 90 Minuten in Oldenburg zeigte die Wade wieder eine Reaktion“, schilderte Wnuck. „Von daher dürfte wohl jeder verstehen, dass wir ihm vor dem Niedersachsenpokal-Finale ein paar Tage Ruhe geben.“

Einsatzchancen dürfen sich hingegen Jeff-Denis Fehr, Erdin Ramic und Mehmet Ali Fidan ausrechnen. Fehr und Ramic, weil „sie ihre Sache in Oldenburg sehr gut gemacht haben“, stellt Wnuck klar. Und Fidan, weil er wegen seiner Nichtberücksichtigung gegen den VfB „natürlich enttäuscht war, danach aber im Training gezeigt hat, dass er spielen will“.

In dieser Konstellation hofft Wnuck auf einen erfolgreichen Nachmittag – und vor allem auf verletzungsfreie 90 Minuten. „Aber es ist Vorsicht geboten, denn Flensburg hat eine robuste Truppe.“ · ck

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