Papachristodoulou: „Ich habe Fehler gemacht“

Der Lehrling trifft seinen Meister

Rehdens Rechtsverteidiger Patrick-Emmanuel Papachristodoulou (re.) kam sich häufiger verloren vor. - Foto: Flügge

Rehden - Als Serdar Bingöl nach dem Abpfiff in die Katakomben der Wolfsburger AOK-Arena kam, schepperte er seine Fußballschuhe mit Brachialgewalt auf den Fußboden, warf sein Leibchen hinterher und stieß wüste Flüche aus. Warum der Neuzugang des BSV Rehden derart in Rage geraten war, lässt sich nur erahnen. Reden wollte er nicht drüber. Es liegt aber die Vermutung nahe: Er war stinksauer, dass nicht er, der 21-Jährige, der schon über eine gewisse Erfahrung verfügt, für den verletzten Rechtsverteidiger Viktor Pekrul in die Anfangsformation gerückt war, sondern der erst 18-jährige Patrick-Emmanuel Papachristodoulou. Und über dessen Seite kassierten die Rehdener gleich drei Tore. Alle nach dem gleichen Strickmuster: Flanke Robert Herrmann, Abschluss Marcel Reichwein – Tor.

„Es war heute eine schwere Aufgabe für mich, und ich habe Fehler gemacht. Mein Stellungsspiel war nicht so gut. Aber ich bin erst 18 Jahre und muss daraus lernen“, sagte Papachristodoulou. Der Youngster, zu Saisonbeginn von der A-Jugend des JFV Nordwest gekommen, stand auf der rechten Seite zu hoch, wollte zu viel – und wurde dann immer wieder überlaufen. Auf der anderen Seite kam er sich aber auch recht verloren vor. „Ich hätte vielleicht mehr meinen Mund aufmachen und Unterstützung anfordern sollen“, sagte er.

Doch das war leichter gesagt als getan, denn Wolfsburg ist im Zentrum unheimlich stark besetzt. Und ging Innenverteidiger Gazi Siala dann raus, um Papachristodoulou zu helfen, setzte sich VfL-Stürmer Reichwein Richtung langer Pfosten ab und bombte ein. „Papa“, wie Patrick-Emmanuel Papachristodoulou nur kurz genannt wird, „hat heute ein bisschen Lehrgeld bezahlt“, sagte Trainer Stephan Ehlers, „aber wir haben ja bewusst gesagt, dass wir junge Talente einbauen wollen. Man muss aber auch sagen, dass Herrmann und Reichwein das überragend gemacht haben.“ So blieb für Papachristodoulou und auch den schlecht gelaunten Bingöl nur eines: Mund abputzen, weitermachen, nach vorn schauen. „Wir werden wieder aufstehen“, versprach Trainer Ehlers. 

flü

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