Kreis-Diepholz - An eigenen Ansprüchen gescheitert

Kommentar: An eigenen Ansprüchen gescheitert

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Andreas Petersen

Kommentar von Arne Flügge. Die Liebe hielt nur einen Sommer. Mit großen Zielen und Erwartungen hatte Andreas Petersen Anfang Juli sein Amt als Trainer beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden angetreten.

Arne Flügge

Der renommierte Trainer und der ambitionierte Dorfclub – das sollte eine langfristige und erfolgreiche Liaison werden. Doch nach nur vier Monaten gehen Coach und Club schon wieder getrennte Wege. Petersen zog nach dem blamablen 1:4 in Goslar die Notbremse – und trat zurück. Ein mutiger Schritt, den es zu respektieren gilt. Petersen wollte den Weg frei machen, denn er sah für sich keine Chance mehr, den Tabellenvorletzten wieder flott zu kriegen. Der 54-Jährige ist somit in Rehden gescheitert. Nicht an einer rebellierenden Mannschaft, vielmehr an seinen eigenen hohen Ansprüchen. Der Coach hat die Situation in Rehden, wo tagsüber gearbeitet und erst abends trainiert wird, unterschätzt. Er braucht mehr Zeit mit seinen Spielern. Die hatte er in Rehden nicht. Die Bedingungen im Club waren ihm – dem Perfektionisten – offenbar nicht professionell genug.

Also warf er nun das Handtuch. Freilich auch vor dem Hintergrund, nicht vom Verein gefeuert zu werden, um weiter eine weiße Vita zu haben. Denn ein Rauswurf – und das weiß Petersen – wäre ihm bei einer weiteren Niederlage gewiss gewesen.

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