„Verpennt“

Krasser Fehlstart raubt Rehden früh die Hoffnung – 0:5

Rehdens Stürmer Solomon Okoronkwo (2. von rechts) kam gegen Osnabrücks sichere Abwehr um Felix Schiller (r.) selten durch. Die Verletzung von Santiago Aloi (hinten, Mitte) war aber laut Trainer Benedetto Muzzicato schlimmer als das Pokal-Aus. - Foto: Krüger
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Rehdens Stürmer Solomon Okoronkwo (2. von rechts) kam gegen Osnabrücks sichere Abwehr um Felix Schiller (r.) selten durch. Die Verletzung von Santiago Aloi (hinten, Mitte) war aber laut Trainer Benedetto Muzzicato schlimmer als das Pokal-Aus.

Rehden - Von Cord Krüger. Rico Sygo stapfte nachdenklich vom Rasen der Rehdener Waldsportstätten. Fünfmal musste der Torwart des BSV Rehden gestern hinter sich greifen, an keinem der fünf Gegentreffer gab es für ihn etwas zu halten. „Es war schwer“, räumte der Schlussmann des Fußball-Regionalligisten nach dem 0:5 (0:2)-Aus im Niedersachsenpokal-Viertelfinale gegen den klassenhöheren VfL Osnabrück ein: „Man hat den Unterschied gegen den Drittliga-Spitzenreiter gesehen, der achtmal die Woche trainiert.“ Sein Trainer Benedetto Muzzicato sah es ähnlich: „Ich will nicht sagen, dass wir am Ende eingebrochen sind, aber am Ende war es zu viel für die Jungs.“

Und am Anfang schien es zu früh für sie gewesen zu sein. Die 1 400 Zuschauer hatten sich kaum auf den Rängen einsortiert, da war Rehdens Fünferkette zum ersten Mal gesprengt: Luca Pfeiffer hielt auf der rechten Seite gegen drei Rehdener den Ball, Anas Ouahim nahm ihn ab und leitete schnell weiter auf Steffen Tigges – und er schloss flach unten rechts zum 1:0 ins lange Eck ab (5.). VfL-Kapitän Marc Heider verpasste mit der nächsten Chance freistehend aus kurzer Distanz das 2:0 (drüber/8.), doch kurz darauf hämmerte er vom Strafraumeck die Kugel ungestört in den Giebel (11.). „Zwei Tore aus den ersten drei Chancen – das hat uns natürlich geholfen“, verdeutlichte VfL-Trainer Daniel Thioune. „Das war ein bisschen zu einfach“, monierte BSV-Stürmer Addy-Waku Menga über die Defensivarbeit gegen seinen Ex-Club. Sygo formulierte es deutlicher: „Am Anfang haben wir total gepennt.“

Erst danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel, verteidigten konsequenter, konterten, strahlten dabei aber wenig Gefahr aus. „Ich fand, dass wir zwischen der 15. und 45. Minute ein richtig gutes Spiel gemacht haben“, urteilte Sygo. In dieser Phase blieb ein Schuss von Solomon Okoronkwo nach einer Menga-Ecke in der Osnabrücker Abwehr hängen (40.), der diesmal zentraler im Mittelfeld aufgebotene Shinji Yamada zielte nach scharfer Rechtsflanke von Yannis Becker drüber (42.) – und dann musste Muzzicato den nächsten Tiefschlag hinnehmen: Santiago Aloi, bis dahin fleißiger Antreiber im Mittelfeld, humpelte mit einer Fleischwunde knapp über der linken Achillessehne vom Platz. „Das war heute das Schlimmste“, fand der BSV-Coach mit düsterem Blick. Die offene Stelle wurde noch während der Partie genäht, zehn bis 14 Tage fällt der Leistungsträger damit aus. „Das ist extrem bitter für Santi und uns als Mannschaft“, seufzte Kapitän Michael Hohnstedt.

Der zweite Durchgang verlief zunächst wenig spektakulär. Der VfL verwaltete das Resultat, seine Fans feierten sich selbst und beschäftigten sich mit einer Partie Volleyball im Gästeblock. Die Gastgeber schienen die Hoffnung auf die Sensation verloren zu haben, Sygo rettete im Rauslaufen gegen Tigges (54.) und lenkte Ouahims Freistoß noch an die Latte (55.), war gegen Heider (61.) und Pfeiffer (62.) rechtzeitig zur Stelle, doch schließlich nutzte Pfeiffer eine Kombination über Krasniqi und Bashkim Renneke zum 3:0 (63.). Das 4:0 ging auf das Konto der gerade eingewechselten Alexander Riemann und Etienne Amenyido: Riemann brachte eine Linksflanke von Krasniqi vor den langen Pfosten, und dort drückte Amenyido das Spielgerät über die Linie (71.). Mit seinem zweiten Treffer nach einem Pass in den Rücken der Abwehr setzte Heider den Schlusspunkt (81.).

„Schön, dass alle meine Stürmer getroffen haben“, freute sich Thioune nach der Partie, für die er seiner Mannschaft eine „Eins mit Sternchen“ verpasste. Über treffsichere Angreifer und Spitzenleistungen würde Muzzicato auch wohl gern wieder sprechen, „aber leider haben wir mit unseren Möglichkeiten das Glück nicht erzwungen“.

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