3:0 gegen Oberneuland: Rehden springt mit viertem Sieg in Serie auf Rang zwei

Krasniqi kontrolliert und knipst

Immer Chef im Mittelfeld und am Samstag gegen Oberneuland auch noch Doppel-Torschütze: Rehdens Kamer Krasniqi.
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Immer Chef im Mittelfeld und am Samstag gegen Oberneuland auch noch Doppel-Torschütze: Rehdens Kamer Krasniqi.

Rehden – Als Addy-Waku Menga um 16.25 Uhr am Samstag Schichtende hatte, überlegte der Routinier nicht lange. Schnurstracks marschierte Rehdens Offensivmann auf Kamer Krasniqi zu und übergab dem Mittelfeldspieler die Kapitänsbinde. Eine gute Wahl. Krasniqi hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Treffer erzielt, später sollte er noch einen Assist zum 3:0 (1:0)-Sieg seines Fußball-Regionalligsten BSV Rehden gegen den FC Oberneuland beisteuern.

„Wir haben das Spiel beherrscht, hatten alles im Griff, waren geduldig und haben zugestochen, als sich uns die Chancen boten“, analysierte Krasniqi trocken und korrekt. Oberneulands Trainer Kristian Arambasic blieb auch nichts anderes übrig, als die Überlegenheit der Gastgeber anzuerkennen. „Rehden hat es sehr gut gespielt“, betonte der 43-Jährige: „Sie sind läuferisch, technisch und taktisch sehr gut ausgebildet.“ Er wolle Rehdens Fußballlehrer Andreas Golombek jetzt nicht zu viel Druck auflasten, „aber Rehden war bisher einer der stärksten Gegner, die wir hatten“, führte der Trainer des Aufsteigers aus. Golombek reagierte cool. „Vielen Dank für die Blumen“, meinte der 52-Jährige, „die reiche ich gerne an mein Team weiter.“

Schon vor der Partie hatte Arambasic die Rehdener als „Team der Stunde“ bezeichnet. Und jetzt sind sie es erst recht. Durch den vierten Sieg in Serie sprangen die Schwarz-Weißen auf Rang zwei, haben bei einem Spiel weniger drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter TSV Havelse. Nach dem Erfolg gegen Oberneuland versprach Golombek seinen Spielern einen freien Sonntag: „Die Jungs sollen jetzt mal etwas Abstand gewinnen, etwas mit der Familie machen.“

Und diese Freizeit hatten sie sich mit einem konzentrierten Auftritt wahrlich verdient. Da der defensive Mittelfeldspieler Miroslav Kovacevic leicht angeschlagen war, beorderte Golombek den 19-jährigen Serkan Temin von der Innenverteidigung auf die Sechserposition. Seinen Platz in der Viererkette übernahm Denis Schütte. Und Temin machte seine Sache gut, strahlte wie schon in den Vorwochen eine enorme Ruhe am Ball aus. Auch deshalb konnte sich Krasniqi etwas offensiver orientieren. Mit Erfolg: Josip Tomic spielte kurz auf Menga, der Routinier sezierte mit einem Pass Oberneulands Abwehrkette, sodass Krasniqi aus zehn Metern zum verdienten 1:0 (29.) abschließen konnte.

Nach der Pause regierte dann kurz der Schlendrian bei Rehden. Erst hatte Lars Tyca (51.) freie Schussbahn, doch sein Versuch war zu mittig platziert und damit kein Problem für Lukas Godula. Sekunden später war Rehdens Keeper erneut gefragt, lenkte den Seitfallzieher von Onur Uzun (52.) zur Ecke. Dann unterlief Schütte ein kapitaler Querpass, den Oberneulands Ebrima Jobe (59.) annahm und frei auf Godula zulief. Der Rechtsschuss rauschte aber um Zentimeter rechts am Tor vorbei. Krasniqi hatte besseres Zielwasser intus: Nach starker Vorarbeit von Tomic und Shamsu Mansaray vollendete der 24-Jährige zum 2:0 (64.). „Genau in unserer Drangphase“, ächzte Arambasic: „Aber das zeichnet ein Top-Team eben aus.“ Neun Minuten vor Schluss legte Krasniqi dem Joker Altrim Pajaziti noch das 3:0 auf.

Von Daniel Wiechert

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