„Uzelac hat nicht auf mich gebaut“ / Stürmer blüht auf / Wnuck: „Nicht weit weg“

Koweschnikow wittert endlich seine Chance

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Lange Zeit war Boris Koweschnikow außen vor – jetzt drängt Rehdens neuer Offensivmann ins Team.

Rehden - Von Arne Flügge. Er war zum BSV Rehden gekommen, um das Erbe von Paul Kosenkow anzutreten. Die Nummer 7 bekam Boris Koweschnikow – und viele Vorschusslorbeeren.

Doch die Bilanz des Offensivmannes vor dem Heimspiel in der Fußball-Regionalliga am Sonntag (15 Uhr) gegen seinen Ex-Club FC St. Pauli II ist ernüchternd. „Es ist schwer, zu sagen, warum es so gelaufen ist“, sagt Koweschnikow.

In den ersten sechs Saisonspielen kam der 22-Jährige nur auf acht Minuten Einsatzzeit. Im Auswärtsspiel beim SV Wilhelmshaven (1:1) war Koweschnikow in der 82. Minute für Alexander Neumann gekommen. Es war das erste Spiel unter Interimstrainer Björn Wnuck, der den Rechtsaußen auch für die Spiele gegen Hannover II und den HSV II ins Aufgebot berief, aber nicht einsetzte. Immerhin ein klitzekleiner Hoffnungsschimmer, denn unter Trainer Predrag Uzelac hatte Koweschnikow in den ersten drei Spielen nicht einmal im Kader gestanden. Er spielte in der U 23, erzielte dort in zwei Spielen zwei Tore. „Zwischen mir und Uzelac lief es nicht. Er hat überhaupt nicht auf mich gebaut“, sagt der Fußballer: „Ich weiß nicht, was los war. Doch das Kapitel ist jetzt abgehakt. Bei Björn habe ich das Gefühl, dass er mir eine neue Chance gibt.“

Im Testspiel beim SC Uchte durfte Koweschnikow am Mittwochabend von Beginn an ran – und erzielte beim 4:0 die 1:0-Führung. „Ein gutes Gefühl“, wie der Offensivmann sagt, „ich schaue jetzt nach vorn, gebe im Training Gas. Und dann bin ich mir sicher, dass ich auch meine Einsatzzeiten bekomme.“

Am liebsten natürlich schon am Sonntag gegen seinen Ex-Club FC St. Pauli. „Das wäre einfach super“, grinst Koweschnikow, der sich für die Begegnung ein klares Ziel gesetzt hat: „Wir gewinnen, ich spiele und schieße ein Tor.“

Nun, einen Platz in der Startelf wird der 22-Jährige sicherlich noch nicht haben. „Wir haben ein starkes Team mit richtig guten Einzelspielern. Da ist es schwer. Auch für den Trainer ist es nicht einfach, für jede Partie den richtigen Kader zu finden“, weiß Koweschnikow.

Zumindest dürfte er wieder im Kader stehen. „Boris ist ein exzellent ausgebildeter Spieler, technisch und im Eins-gegen-Eins stark“, lobt BSV-Trainer Björn Wnuck seinen Außenspieler. Koweschnikow sei lange außen vor gewesen. Als der Coach das Amt übernommen hatte, „habe ich dem Spieler gesagt, dass die Karten neu gemischt werden. Das galt auch für Boris“, so Wnuck. In den Spielen in der U 23 habe der Stürmer einen sehr guten Eindruck gemacht, „und auch jetzt ist er nicht weit weg von einem Einsatz in der Regionalliga“.

Tipps könnte Koweschnikow seinem neuen Coach in Bezug auf St. Pauli II allemal geben: „Ich habe da noch einige Kumpel. Wir sprechen häufiger miteinander. Auf jeden Fall wird es eine super Begegnung, auf die ich mich freue.“ Und es wird auch eine richtungsweisende sein: „Wer das Spiel gewinnt, kann sich erstmal nach oben orientieren.“

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