Francis Banecki führt Rehden zum Sieg / „Ich bin echt glücklich“

Mit Kopf und Köpfchen

+
Aus diesem Gesicht spricht das pure Glück: Rehdens Francis Banecki nach seinem Doppelpack gegen St. Pauli II. ·

Rehden - Von Arne Flügge - Der erste Gratulant war Söhnchen Gabriel. Nach dem Abpfiff rannte der kleine Lockenkopf auf Francis Banecki zu, sprang ihm in die Arme und knuddelte den Papa.

Für Banecki war dies der emotionale Höhepunkt eines Nachmittags, an dem der 28-Jährige den Fußball-Regionalligisten BSV Rehden mit zwei Toren und einer Torvorlage zum 3:0 (0:0)-Sieg über den FC St. Pauli II und damit auf Platz sieben geführt hatte. „Ich bin echt glücklich, das ist schon ein geiles Gefühl“, strahlte der Matchwinner, während sich Gabriel noch immer an den Papi klammerte und ihn gar nicht mehr loslassen wollte.

Dabei hatte der Tag für Banecki gar nicht so optimal begonnen. In der Mannschaftsbesprechung erfuhr der Allrounder, dass er nicht in der Startelf steht. Trainer Björn Wnuck hatte Kiala Kifuta in die Sturmspitze beordert. Dessen Außenposition in der Offensive übernahm der Ex-Hamburger Boris Koweschnikow. Das Debüt in der Anfangsformation (Wnuck: „Das war eine Bauchentscheidung“) für den 22-Jährigen. Dabei hatte Banecki nach seiner langwierigen Achillessehnenverletzung zuletzt überzeugt – beim 4:2-Erfolg gegen den HSV II bereits getroffen und ein Tor vorbereitet. Doch der Ex-Profi von Werder Bremen murrte nicht. „Ich kann das schon verstehen. Ich war lange Zeit verletzt und muss erstmal wieder richtig reinfinden. Noch bin ich nicht zu 100 Prozent fit“, sagte der Fußballer und ergänzte: „Die eine Halbzeit war auch so ganz schön anstrengend. Ich war am Ende müde.“

Banecki war nach 45 Minuten für Koweschnikow gekommen, weil Trainer Wnuck „unbedingt neue Impulse setzen wollte“. Mit Erfolg: In der 61. Minute köpfte Rehdens Nummer 24 eine scharfe Freistoß-Flanke von Kevin Artmann zum 1:0 in die Maschen. „Ein toller Schuss von Kevin“, lobte Banecki, „total hart, ich brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten. Da gab‘s für den Torwart nichts zu halten.“ So sah es auch St. Paulis Trainer Thomas Meggle: „So ein Ding kannst du nicht verteidigen.“

Und nachdem die Gäste drauf und dran waren, den Ausgleich zu erzielen, es dank Keeper Milos Mandic, einer konsequenten Defensivarbeit und auch des nötigen Rehdener Quäntchen Glücks nicht schafften, fiel auf der anderen Seite das 2:0 – und Banecki war direkt beteiligt. Der eingewechselte Jeff-Denis Fehr hatte sich über links durchgesetzt und zu Banecki gepasst. Doch anstatt selbst aus elf Metern zu schießen, legte der 28-Jährige noch einmal quer zu Danny Arend, der dann eiskalt verwandelte. „Ich hätte auch versuchen können, das Tor selbst zu machen. Doch ich habe Danny im Augenwinkel gesehen, und er hat mir schon so viele Tore geschenkt – da wollte ich mich mal revanchieren“, schmunzelte Banecki. Arend war natürlich happy: „Ich hab‘ Francis wirklich schon oft aufgelegt, und ich wusste, dass er das irgendwann zurückzahlt.“

Doch damit nicht genug: In der ersten Minute der Nachspielzeit köpfte Banecki eine tolle und maßgerechte Flanke von Linksverteidiger Christian Hegerfeld noch zum 3:0-Endstand ins Netz. Für den Rehdener Torschützen ein absolutes Glücksgefühl, nachdem er vor Monaten wegen seiner immer wiederkehrenden Achillessehnenprobleme noch Zweifel und Angst gehabt hatte, seine Karriere überhaupt fortsetzen zu können. Gut für den BSV Rehden, dass er es kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Meistgelesene Artikel

Grippewelle greift in Rehdens Kader um sich: Neues System?

Grippewelle greift in Rehdens Kader um sich: Neues System?

Rehdens Neuzugang mit gutem Debüt

Rehdens Neuzugang mit gutem Debüt

Werder fast blamiert – doch dann schwinden Rehdens Kräfte

Werder fast blamiert – doch dann schwinden Rehdens Kräfte

Elfmetergeschenk für Havelse gegen Rehden – 0:1

Elfmetergeschenk für Havelse gegen Rehden – 0:1

Kommentare