Neidhart muss umdenken / Kremer fällt aus

Kleinerer Etat, aber bessere Stimmung

+
Trainer Christian Neidhart will morgen den ersten Sieg des SV Meppen in Rehden einfahren, seitdem beide Teams in der Regionalliga sind. 

rehden - Es liefen die letzten Minuten des Niedersachsenpokal-Achtelfinales, am 3:1-Sieg des BSV Rehden konnte der bereits geschlagene SV Meppen nicht mehr rütteln, als Rehdens Stadionsprecher Matthias Giese auf das nächste Heimspiel hinwies: „Am Samstag, 13. August, erwarten wir den SV Meppen!“ Ein gequältes Stöhnen ging durch die Reihen der in blau und weiß gekleideten Meppener Fans. Zu tief saß ihre Enttäuschung an diesem Abend des 3. August, als der BSV mit 3:1 (2:1) ins Pokal-Viertelfinale einzog.

„Vielleicht hat uns Meppen vorher unterschätzt“, mutmaßte Rehdens Chefcoach Stephan Ehlers hinterher – wohlwissend, dass dies nun im morgigen Regionalliga-Duell nicht mehr passieren wird. Sein Trainerkollege Christian Neidhart jedenfalls hat alles dafür getan: „Wir haben unsere Fehler anhand der Video-Analyse besprochen. Es war dumm, dass wir zweimal ausgekontert wurden. Vor allem mit der ersten Halbzeit konnten wir zufrieden sein – doch da hätten wir 2:0 führen und nicht 1:2 zurückliegen dürfen.“ Der Ärger darüber ist verraucht, ein Folgeschaden ist seitdem jedoch geblieben: Offensivmann Max Kremer zog sich während der Partie eine Oberschenkelzerrung zu und fällt morgen aus. „Ansonsten haben wir alle Mann an Bord“, schildert der SVM-Trainer. Seine Forderung ist klar: „Wir wollen die drei Punkte aus Rehden mitnehmen – dann wäre es für uns wirklich ein perfekter Liga-Start.“

Trotz der dann neun Zähler aus drei Spielen „redet bei uns dann immer noch niemand vom Aufstieg, wie es manche Medien vorab vielleicht getan haben“, stellt der 47-Jährige klar: „Die semi-professionellen Zeiten, die wir in der letzten Saison noch hatten und in denen wir teils zweimal pro Tag trainieren konnten, sind vorbei. Bei uns müssen die Jungs jetzt auch nebenher arbeiten – wie in Rehden. Unser Etat ist um 15 Prozent gesunken“, verdeutlicht er die Einbußen durch geringere Sponsorengelder.

Gleichwohl hat er ein positives Phänomen in seinem Team bemerkt: „Die Jungs haben mehr Spaß am Fußball als noch vor ein paar Monaten. Innerhalb der Mannschaft scheint es besser zu funktionieren.“

Und mit dieser Mannschaft will er morgen in den Waldsportstätten erfolgreich sein – in der Regionalliga wäre es für die Emsländer das erste Mal. Seit 2012 spielen beide Teams in der vierthöchsten deutschen Klasse. Die Bilanz aus acht Duellen seitdem: zwei Rehdener Siege, sechs Remis. Allein diese Werte bestärken Ex-Profi Neidhart in seiner Meinung, dass „mir in Rehden zu tief gestapelt wird. Das ist eine Top-Mannschaft mit erfahrenen, starken Einzelspielern. Ich bin oft in den Waldsportstätten, um den BSV oder Gegner zu beobachten. Dort wurde durch das Modell von Fußball und Arbeit vieles möglich gemacht. Normalerweise hätte Rehden in den vergangenen Jahren schon höher in der Tabelle stehen müssen.“ - ck

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Verden: Tanz macht Schule 

Verden: Tanz macht Schule 

Meistgelesene Artikel

Stuckenberg sieht große Fortschritte

Stuckenberg sieht große Fortschritte

Jannik Schilling steigt in Rehden aus

Jannik Schilling steigt in Rehden aus

Rehden besiegt Wolfsburg II nach starker Leistung mit 2:0

Rehden besiegt Wolfsburg II nach starker Leistung mit 2:0

Kommentare