Rehdens Ex-Coach Stoffregen über Lupo

Klangvoller Name, kompakte Defensive

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Wolfsburgs Torjäger Mario Petry fällt verletzt aus. „Das ist für Rehden nicht unbedingt von Nachteil“, ahnt Ex-BSV-Coach Jürgen Stoffregen.

Rehden - Kein Zweifel: Dieser Vereinsname kann es mit den ganz Großen im internationalen Fußball aufnehmen. „Unione Sportiva Italiana Lupo Martini“ – das klingt nach Serie A, nach San Siro, nach Süditalien-Urlaub. Doch der Begriff Lupo (italienisch für Wolf)“ deutet es an: Rehdens Reise zum heutigen Entscheidungsspiel in den DFB-Pokal-Einzug führt nach Wolfsburg.

Seit 1962 besteht dort dieser Club, gegründet von italienischen Arbeitern des Volkswagen-Werks. Der Konzern unterstützte diese in Deutschland bis dahin einzigartige Initiative von Anfang an – und daran hat sich bis heute nichts geändert. So ging auch der Transfer von Mario Petry, vergangene Saison noch Stammspieler bei der U  23 des VfL Wolfsburg in der Regionalliga, reibungslos über die Bühne. Doch am Sonntag im Heimspiel musste der Mittelstürmer, mit 15 Toren in 25 Spielen gefährlichster Lupo-Knipser, nach 34 Minuten mit dickem Knöchel vom Platz, weil er umgeknickt war. Trainer Francisco Coppi will den Mann mit dem wohl entscheidendsten Anteil am zweiten Platz im Abschluss-Klassement des Oberligisten heute schonen. Denn am Samstag beginnt für Wolfsburg beim Hamburger Oberliga-Vertreter Eintracht Norderstedt die Aufstiegsrunde.

Ansonsten haben die Gastgeber bis auf den Langzeitverletzten Außenstürmer Steffen Erkenbrecher (Sohn von Ex-Werder-Spieler Uwe Erkenbrecher) alle Mann an Bord. Zwar muss Coppi oft improvisieren, weil der Dreischicht-Betrieb seiner Akteure im VW-Werk oft mit Training und Wochenspielen kollidiert, doch Rehden sollte sich auf eine gefährliche Flügelzange im 4-4-2-System einstellen: Pascal Thomsen wirbelt über rechts, Elvir Zveratic über links. „Die Jungs können alle Fußball spielen“, sagt Rehdens Ex-Trainer Jürgen Stoffregen, der Ende April als jetziger Coach von Lupos Oberliga-Konkurrent Borussia Hildesheim eine „sehr homogene Truppe“ empfing. Zwar gewann Hildesheim mit 2:0, aber „Wolfsburg steht in der Defensive gut – sowohl in der Viererkette als auch mit seinen zentralen Mittelfeldleuten davor.“ Jan-Hendrik Klamt und Kevin Kluk bilden die Doppel-Sechs. Weiter vorn fiel Stoffregen Thomsen als guter Dribbler auf. „Und es gibt da in der Offensive einige Anschleicher, die immer mal für ein Tor gut sind.“ Doch der Ausfall von Petry „ist nicht unbedingt ein Nachteil für Rehden“. Den BSV-Stürmern traut er hingegen durchaus zu, „dass sie Wolfsburgs Abwehr vor Probleme stellen“. ck

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