1:1 im Derby beim BV Cloppenburg / Heyken vor Pokal-Duell entspannt

Kifuta knipst wieder, doch Erdal Ölge ärgert Rehden

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Am Anfang leicht fahrig, dann konzentrierter und verbissener: Rehdens Taiki Hirooka (vorn, gegen Cloppenburgs Tim Hofmann neben ihm und Christian Willen dahinter), zeigte viel Zug zum Tor. ·

Rehden - von Cord Krüger. Nach 90 rassigen Derby-Minuten musste Stefan Heyken Erdal Ölge gestern einfach noch abfangen. Der Innenverteidiger des BSV Rehden „stellte“ seinen Ex-Kollegen vor dem Spielertunnel seiner neuen Heimat, der Cloppenburger „TimePartner-Arena“.

Doch Heyken zählte den Joker des BV Cloppenburg nicht etwa für seine Vorlage zum 1:1 (0:1)-Endstand an. „Nein, wir haben ganz normal gesprochen. Das sind alles Super-Typen“, stellte Ölge klar. Außerdem wusste Heyken, dass seine Abwehr beim Gegentor mitgeholfen hatte: „Wieder ein Fehler bei einem Standard. Da hat die Zuordnung gefehlt.“

So war Rehdens Führung dahin – und es blieb ein alles in allem „gerechtes Unentschieden“, wie BSV-Trainer Predrag Uzelac fand: „Mit dem Punkt können wir angesichts unserer Personalsorgen gut leben.“

Wohl war. Denn neben den Verletzten (siehe gesonderten Bericht) musste Uzelac auch auf Alexander Neumann verzichten – allerdings aus einem schönen Grund: Der seit Freitag verheiratete Stürmer hätte zwar spielen sollen und wollen, hatte aber nicht das Überraschungsgeschenk seiner Lieben auf dem Zettel: eine Kurzreise. „Aber am Mittwoch ist er wieder da“, weiß sein Coach.

Das beruhigt, denn ohne ihn kam Rehden vor der Pause nur zu einer Torraumszene – doch die saß! Taiki Hirooka hatte nach einem Ballverlust des Ex-Rehdeners Paul Kosenkow schnell geschaltet, sich über rechts durchgesetzt, Kevin Artmann bedient – und der steckte zu Kiala Kifuta durch, der den Ball aus fünf Metern reindrosch (33.).

Bis dahin „hatte Cloppenburg eine oder zwei gute Chancen“, räumte Uzelac ein, widersprach aber nicht der Korrektur von BVC-Co-Trainer Mario Neumann, der an drei Hochkaräter erinnerte: BSV-Torwart Milos Mandic rettete im Rauslaufen gegen Julian Bennert (13.), parierte gleich darauf gegen Moritz Steidten und entschärfte Malte Beermanns Freistoß (23.). Kifutas Treffer versetzte die 820 Zuschauer daher ins Staunen. „Ich freue mich über mein zweites Tor im zweiten Liga-Spiel, aber ein Erfolg der ganzen Mannschaft wäre schöner gewesen“, unterstrich der Kongolese.

Es hätte zu drei Punkten reichen können, denn Mandic klärte noch einmal per Fußabwehr gegen Kosenkow bei dessen einziger Aktion, in der er sich gegen BSV-Linksverteidiger Christian Hegerfeld durchgesetzt hatte (39.). Und nach der Pause blieb der Keeper fast beschäftigungslos, weil die Gäste fortwährend zum BVC-Gehäuse marschierten – über rechts mit den fleißigen Viktor Pekrul und Gökhan Aktas, durch lange Diagonalbälle von Innenverteidiger Michael Wessel sowie dank Ball eroberungen vor allem durch Artmann, Marius Winkelmann und Danny Arend im Mittelfeld. Artmann vergab bei einer Gökhan-Flanke aber zu lax das 2:0 (55.) – das rächte sich: Erdal Ölge, erst Sekunden zuvor eingewechselt, gab einen Freistoß von links in den Strafraum, und Steidten bedankte sich für seine Freiheiten mit dem 1:1 (62.).

Uzelac reagierte, brachte für den ausgepowerten Aktas Jeff-Dennis Fehr. Der agierte trickreich, gefährlich, aber ohne Fortune: Erst zielte er nach einem Hirooka-Pass knapp vorbei (68.), dann schoss er nach Doppelpass mit Winkelmann an die Latte (71.).

Also: drittes Remis gegen Cloppenburg im dritten Regionalliga-Duell der beiden Vereinshistorien. Aber im Niedersachsenpokal kann der BSV den BVC besiegen, wie er vor 50 Wochen beim 3:0 in Cloppenburg gezeigt hatte. Und Abwehrchef Heyken sieht gute Chancen, dies am Mittwoch ab 19 Uhr im Viertelfinale daheim zu wiederholen: „Man hat gesehen, dass Cloppenburg nervös war. Und wir haben noch nicht alle unsere Karten aufgedeckt…“

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