Kevin Artmann beim 0:3 in Flensburg verletzt, Aldin Kljajic fliegt vom Platz

Rehdens Reihen lichten sich

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Bitter für Kevin Artmann (r.) – und den BSV Rehden: Der Kapitän musste noch vor der Halbzeitpause verletzt vom Platz. Am Ende verloren die Schwarz-Weißen in Flensburg mit 0:3.

Rehden - Von Cord Krüger. Alexander Kienes Ärger hielt sich in Grenzen. „Ich bin relativ unaufgeregt“, gab der Trainer des BSV Rehden nach der glatten 0:3 (0:1)-Niederlage beim neuen Regionalliga-Zweiten ETSV Weiche Flensburg zu. Denn der 37-Jährige erkannte die Leistung der Gastgeber neidlos an: „Die Flensburger haben absolut verdient gewonnen, weil sie einen schönen, einfachen, schnörkellosen und effektiven Fußball gespielt haben.“

Vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit konnte Kiene seiner personell arg gebeutelten Mannschaft aber keinen Vorwurf machen – vom Tor zum 0:1 in Minute 24 mal abgesehen: „Wir wussten um die Stärke des Gegners bei Standards. Aber das war zum Glück das einzige Gegentor, dass wir aus einer solchen Situation heraus gefressen haben.“ Dennoch stieß dem Chefcoach sauer auf, dass Weiches Torjäger Tim Wulff bei einem Freistoß so zum Kopfball kam, „obwohl wir eine klare Zuordnung hatten“.

Dieser Rückstand schien die Gäste aber nicht zu schocken. „Es war eine Halbzeit auf Augenhöhe“, fasste Kiene die ersten 45 Minuten zusammen, in denen der BSV früh anlief, aggressives Pressing praktizierte und Flensburg so zu Fehlern im Spielaufbau zwang. Andreas Gerdes-Wurpts hätte zum Ausgleich treffen müssen, vergab aber freistehend (42.). Bitter für den BSV: Bei dieser Aktion verletzte sich Vorbereiter Kevin Artmann. Die alte Hüftbeuger-Verletzung des Mittelfeld-Antreibers brach wieder auf, der Kapitän musste noch vor der Pause runter, für ihn nahm der eingewechselte Christian März die Zehner-Position ein. Er machte seine Sache gut, „aber die Verluste von so vielen Führungsspielern können wir nicht kompensieren“, verdeutlichte Kiene. Abwehrchef Stefan Heyken (Wadenverletzung), Sechser Marcel Stutter (Kapselanriss im Knie) und Top-Torschütze Abu Bakarr Kargbo (Adduktorenprobleme) hatten schon im Vorfeld passen müssen, Linksverteidiger Kresimir Matovina und Mittelfeld-Allrounder Matthias Tietz fallen schon seit Wochen aus.

Also musste Wal Fall wieder als Vertreter für Innenverteidiger Heyken ran, Gazi Siala spielte für Stutter neben Jeff Gyasi in der Doppel-Sechs. In dieser Formation hielt das Rehdener Kollektiv gut dagegen, „doch es reichte qualitativ gegen diese Spitzenmannschaft der Liga nicht aus“, musste Kiene feststellen. Als Jonas Walter eine Kontersituation zum 2:0 nutzte (50.), schwand Rehdens Glaube an die Wende. So machte Marc Böhnke nach einer Stunde mit dem 3:0 vorzeitig den Deckel drauf. „Das war aber auch eine Klasse-Szene“, lobte Kiene die Einzelaktion des Flensburger Kapitäns. Weniger Begeisterung hatte er für die Rote Karte übrig, die Schiedsrichterin Riem Hussein Rehdens Linksverteidiger Aldin Kljajic zeigte. „Der Elfmeter war berechtigt, Aldin hat Wulff getroffen, aber dabei keine klare Torchance vereitelt“, stellte sich der BSV-Trainer schützend vor den „Täter“.

Immerhin verhalf dieser Pfiff BSV-Torhüter Milos Mandic noch zu einem Erfolgserlebnis, als er Wulffs Elfmeter hielt (80). Doch durch Kljajics nun folgende Sperre vergrößern sich Rehdens personelle Sorgen.

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