Keine Punkte, keine Vorwürfe

Rehden verliert mit 2:4 gegen Lübeck – doch Trainer Muzzicato sieht viel Positives

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Philip Kürble hatte den Ausgleich in der 85. Minute auf dem Fuß. Doch sein Schuss nach starker Vorarbeit von Marko Stojanovic fliegt rechts am Lübecker Tor vorbei.

Rehden - Von Daniel Wiechert. Benedetto Muzzicato war bester Laune. Als die Stadionsprecherin einen Applaus der Zuschauer einforderte, war er der Erste, der am Strafraum stehend klatschte. Sekunden später traf der Coach des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden aus 16 Metern beim Torschusstraining.

Vor dem Anpfiff gegen den VfB Lübeck herrschte eitel Sonnenschein. Es folgten 90 Minuten, in denen teilweise dunkle Wolken aufzogen und an deren Ende ein 2:4 (1:1) stand. Doch auch diese Niederlage konnte Muzzicato nicht komplett die Stimmung verhageln. „Wir waren gerade in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft“, sagte der 39-Jährige: „Leider haben wir uns nicht belohnt. Aber ich kann der Mannschaft überhaupt nichts vorwerfen. Vom Spielerischen und vom Einsatz war alles gut.“

Es waren noch keine fünf Minuten von der Uhr, da gab es den ersten Dämpfer für die Schwarz-Weißen. Addy Waku Menga foulte Sven Mende. Den folgenden 25-Meter-Freistoß jagte Cemal Sezer präzise in die rechte Ecke – 1:0 (4.) für Lübeck. Und die Gäste in Grün blieben am Drücker. Nach einer verunglückten Grätsche landete der Ball von Rehdens Corvin Behrens bei Lübecks Sezer, der auf dem linken Flügel Platz hatte – nach seinem Pass in die Mitte schoss Joshua Gebissa in die Arme von Rehdens Keeper Milos Mandic (7.). Fünf Minuten später tauchte Gökay Isitan allein vor Mandic auf, doch der Schlussmann parierte den Versuch aus sechs Metern prächtig. Allerdings hatte der Schiedsrichter Timo Hippel zuvor ein klares Foul von Gary Noel an Francky Sembolo übersehen.

Jener Sembolo stand kurz darauf wieder im Mittelpunkt. Nach einem flüssigen Spielzug über Kevin Njie, Miguel Fernandes, Sembolo selbst und Viktor Pekrul schob der 32-Jährige aus vier Metern zum 1:1 (17.) ein. Es entwickelte sich das temporeiche Spiel, das Muzzicato vorausgesagt hatte. Dennis Hoins‘ Versuch aus 15 Metern konnten die Gastgeber im letzten Moment blocken (19.). Lübecks Tim Weißmann klärte einen Schuss von Kai Bastian Evers auf der Linie (24.). Pekrul störte Isitan im letzten Moment (26.). Kurz darauf rettete Mende im Lübecker Strafraum mit einer Monster-Grätsche gegen Menga (28.).

Die erste Chance der zweiten Hälfte hatte Lübeck: Kapitän Dennis Wehrendt köpfte aus vier Metern Mandic an (48.). Zwei Minuten später hatte Behrens Glück, dass er nach Foul an Marvin Thiel kein Gelb-Rot sah. Muzzicato nahm den defensiven Mittelfeldspieler direkt runter. In der 61. Minute fühlten sich die Gastgaber dann benachteiligt. Zunächst entschärfte Mandic einen Schuss von Noel, doch Isitan staubte zum 2:1 ab. Die Rehdener reklamierten lautstark ein vermeintliches Foulspiel an Mirhad Mehanovic Sekunden vor dem Gegentor. „Mirhad wird da von hinten angesprungen“, ärgerte sich Muzzicato: „Ich glaube, der Schiedsrichter war heute ein bisschen mehr grün.“ Sechs Minuten später wurde es mucksmäuschenstill in den Waldsportstätten, als Sezer nach Linksflanke von Thiel einköpfte – 3:1 (67.). Doch Marko Stojanovic stellte das Spiel wieder scharf: Der Joker setzte zum Solo über 35 Meter an, passte von der linken Grundlinie zurück auf Fernandes, der Ex-Kieler schoss zum 2:3 (78.) ein. Und fünf Minuten vor dem Ende hatten die BSV-Fans den Torschrei schon auf den Lippen, doch Philip Kürble spitzelte den Ball nach starker Vorarbeit von Stojanovic rechts neben den Pfosten. „Wir haben eine Super-Aufholjagd hingelegt. Das 3:3 durch Kürble hätten wir uns hier verdient gehabt“, sagte Muzzicato. Dann machte Noel alles klar, als er nach verunglücktem Rückpass von Mehanovic nur noch einschieben musste – 2:4 (87.).

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