Pokal-Aus für Rehden: Alu-Pech bei 0:1 gegen Drochtersen

Keine Fortune, kein Viertelfinale

Enttäuscht: Rehdens Trainer Andreas Golombek.
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Enttäuscht: Rehdens Trainer Andreas Golombek.

Rehden – Vor 53 Tagen noch Finale, jetzt Endstation in der Quali-Runde des Niedersachsenpokals: Der Regionalligist BSV Rehden verlor gestern Abend mit 0:1 (0:1) gegen die SV Drochtersen/Assel. „Dieses 1:0 kann man unter die Kategorie dreckiger Sieg einordnen“, gab Gästecoach Lars Jagemann zu. „Wir haben viel Aufwand betrieben“, betonte BSV-Trainer Andreas Golombek: „Leider haben wir uns nicht belohnt dafür. Aber fußballerisch war es sehr in Ordnung. Jetzt müssen wir am Samstag (gegen Oberneuland, d. Red.) eine Reaktion zeigen. Dann ist alles wieder gut.“

Vor dem Anpfiff hatten sich zehn Rehdener an der Seitenlinie versammelt, rieben die Handflächen aneinander, um die Kälte zu vertreiben, ehe der Chef kam. „Alle da?“, fragte Addy-Waku Menga, um ein lang gezogenes „Auf geht’s Männer“ nachzulegen. Wenig später ging der Routinier auch auf dem Platz voran. Als hätte Menga gleich zwei Doppelgänger mitgebracht. Natürlich stieß der Stürmer immer wieder in die Spitze vor, gleichzeitig gab er aber den „Zehner“ und holte sich als Impulsgebender „Sechser“ auch immer wieder die Bälle nahe der Mittellinie von den Innenverteidigern ab. Natürlich hatte Menga auch bei den ersten Highlights seine Füße im Spiel. Rechtsverteidiger Robert Obst war in den Strafraum eingedrungen, ehe ein Gästespieler ihm in die Hacken rauschte – klarer Elfmeter. Selbstredend nahm sich Boss Menga der Sache an, nagelte den Ball jedoch an die Latte (10.). Zu diesem Zeitpunkt war es eine einseitige Pokalpartie. Rehden hatte die Kontrolle, der Spielaufbau war geordnet und strukturiert. Die zweiten Bälle landeten bei den Gastgebern, das Gegenpressing funktionierte. Sechs Minuten nach dem Elfer hatten die Zuschauer erneut die Jubelschreie auf den Lippen, doch Drochtersens Nikola Serra klärte auf der Linie stehend einen Menga-Schuss zur Ecke.

Die Führung war längst überfällig, ehe die Gäste zuschlugen: Marcel Andrijanic setzte Alexander Neumann in Szene – und der Torjäger jagte den Ball aus 15 Metern zum 1:0 (31.) ins linke Eck. Rehdens Keeper Lukas Godula war machtlos, während auf der Gegenseite erneut der Querbalken für den bereits geschlagenen SV-Torwart Patrick Siefkes aushalf: Eine Bogenlampe von Pierre Becken ditschte an das Aluminium (39.). Rehden war wahrlich nicht mit Fortuna im Bunde. Noch ein Beispiel gefällig? 50 Sekunden nach der Pause nahm Bocar Djumo eine Rechtsflanke mustergültig mit der Brust an, schloss mit links ab – Endstation rechter Pfosten.

Und dann kappte Drochtersen den Spielfaden. Die Gäste blieben bei den harmlosesten Fouls lange liegen, wodurch sich die Rehdener in Diskussionen mit Gegner und Schiedsrichter verzettelten.

Eine Comeback-Chance hatte Rehden aber noch, doch Siefkes parierte stark gegen Kamer Krasniqi (76.).

Von Daniel Wiechert

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