Keeper macht als „falsche 5“ den Neuer

Mandic riskiert alles

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Milos Mandic

Braunschweig - Nach dem Abpfiff hatte es Milos Mandic ganz eilig. Die Glückwünsche der Teamkollegen zu seiner tadellosen Leistung mit mehreren Glanztaten wimmelte der Torwart des BSV Rehden schnell ab, beorderte stattdessen Physiotherapeut Rehman Ahmad zu sich. Mandic kniete vor ihm nieder, Ahmad packte den rechten Oberschenkel des Keepers in Eis – und fortan ließ es der „Teufelskerl“ ruhiger angehen.

„Ein Pferdekuss“, diagnostizierte der Schlussmann nach der Erstversorgung – und blickte bereits auf das erste Regionalliga-Spiel morgen beim VfL Wolfsburg II voraus: „Ich hoffe, dass es bis Samstag wieder geht.“

Das wäre auch Trainer Andreas Petersen nur recht. Schließlich hatte Mandic eine klasse Partie abgeliefert – und sich häufig, ganz im Stile eines Manuel Neuer, als „falsche 5“ – also als Torwart-Libero – präsentiert. Dabei riskierte der 29-Jährige nicht selten Kopf und Kragen, um vor der Strafraumgrenze zu klären. „Im modernen Torwartspiel gehört so etwas doch dazu. Manuel Neuer hat das ja nicht erfunden“, schmunzelte Mandic. „Wir hatten ein hohes Mittelfeld-Pressing. Da kommt es schon mal vor, dass der Torwart dann so eingreifen muss“, erklärte der Rehdener Torhüter.

Mandic („Braunschweig hat uns einen großen Fight abverlangt“) dachte in der Stunde des Erfolges vor allem aber an die Spieler und Trainer, die den BSV Rehden erst in Finale gebracht hatten, jetzt aber nicht dabei sein konnten: „Für sie tut es mir leid.“

flü/ck

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