BSV Rehden unterliegt Braunschweig II / Arends Führung gibt keine Sicherheit

Katastrophale Ballverluste eiskalt bestraft – 1:3

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Rehdens Abwehrspieler Stefan Heyken (Mitte) konnte gestern Abend seine Kopfballstärke nicht nutzen. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Krasser konnten die Gegensätze nicht sein. Während die Fußballer von Eintracht Braunschweig II gestern Abend nach dem Abpfiff auf der einen Seite freudestrahlend das 3:1 (2:1) und damit drei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga feierten, rief auf der anderen Seite Trainer Björn Wnuck die Spieler vom BSV Rehden zu sich und stauchte seine Jungs lautstark zusammen.

„Ich bin stocksauer und auch tief enttäuscht“, hatte sich der 29-jährige Wnuck auch kurz danach noch nicht wieder beruhigt.

Nach zum Teil eklatant schlampigen Fehlern in der Vorwärtsbewegung hatte seine Mannschaft die Bundesliga-Reserve regelrecht zum Toreschießen eingeladen. „Dass sie im Umschaltspiel stark sind, wussten wir. Und trotzdem machen wir wieder diese einfachen Fehler“, ärgerte sich Wnuck.

Dabei hatte die Partie für den BSV Rehden so gut begonnen. Die Gastgeber machten vor rund 500 Zuschauern gleich Druck und gingen bereits in der siebten Minute mit 1:0 in Führung. Danny Arend traf nach Vorarbeit von Taiki Hirooka aus halblinker Position ins lange Eck.

Wer nun gedacht hatte, dieses frühe Tor würde den Rehdenern Sicherheit geben, der sah sich getäuscht. „Ich verstehe nicht, warum wir dann wieder so nachgelassen haben“, grübelte Wnuck. Hinzu kamen kapitale Schnitzer. In der 30. Minute verlor Marius Winkelmann den Ball im Aufbauspiel. Braunschweig konterte über Nils Göwecke, dessen Schuss BSV-Keeper Celio Rocha noch parierte, den Abstauber aber drückte Niklas Erlbeck zum 1:1 über die Linie. Und zwei Minuten vor der Pause fiel gar das 1:2, weil die Rehdener Defensive erneut unsortiert war, Georgios Mahlelis auf Junhyeob Lee durchsteckte, der Rocha keine Abwehrchance ließ.

Wnuck reagierte in der Pause, nahm Hirooka sowie Boris Koweschnikow vom Feld und brachte dafür die zuletzt angeschlagenen Kevin Artmann und Francis Banecki. „Ich habe mir von den Wechseln einen Ruck versprochen, doch die Rechnung ging nicht auf“, seufzte der Rehdener Trainer. Zwar starteten die Gastgeber sehr engagiert in die zweite Halbzeit, doch nach nur neun Minuten hatte sich die Hoffnung auf zumindest einen Punkt auch schon wieder zerschlagen. Diesmal leistete sich Linksverteidiger Christian Hegerfeld einen katastrophalen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Jose Grozdanic nahm das Geschenk dankend an, passte quer zum freistehenden Erlbeck, der mit seinem zweiten Tor des Abends das 3:1 (54.) markierte. „Danach war das Ding durch“, brummte Wnuck. Zumal seine Mannschaft überhaupt keine Mittel und keine Kreativität hatte, um der Eintracht noch einmal ernsthaft gefährlich zu werden. Wnuck wurmte zudem, dass seine Mannschaft zu wenig miteinander gesprochen hatte, Ballverluste so zu vermeiden gewesen wären. „Mit dem Schiedsrichter und den Gegenspielern wird rumgelabert. Aber als es darauf ankam, haben die Jungs die Zähne nicht auseinanderbekommen“, schimpfte der Rehdener Trainer nach „einer der wohl schlechtesten Saisonleistungen“.

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