Rehden zerlegt Jeddeloh mit 4:0 / Auch Fouley trifft und legt vor

Ivicic Türöffner und Vorarbeiter

Rehdener Regentanz: Torschütze Tomislav (2. von links.) Ivicic bejubelt sein 1:0, Quentin Fouley, Addy-Waku Menga, Josip Tomic (von links) und Santiago Aloi (Nummer 7) gratulieren. Jeddelohs Dennis Geiger (links) und Almir Ziga (rechts) schieben Frust. Später durften sich Fouley und Menga ebenfalls noch für ihre Tore feiern lassen. Foto: Krüger

Rehden - Von Cord Krüger. Alfons Weusthof war bedient. Nicht nur wegen der 0:4 (0:2)-Niederlage, die der Trainer des SSV Jeddeloh am Samstag beim BSV Rehden kassiert hatte. „Die Tatsache, so gegen einen meiner ehemaligen Spieler verloren zu haben, ärgert mich noch mehr“, gestand der 60-Jährige mit seinem knochentrockenen Humor und dem Blick auf Benedetto Muzzicato gerichtet. Der zwei Jahrzehnte jüngere Coach des BSV Rehden lachte, gestand später aber auch, dass seine Erinnerung an die gemeinsame Halbserie 2005 beim SV Meppen ein Schlüssel zum Erfolg gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Regionalligisten gewesen sei: „,Alo’ war schon damals seiner Zeit weit voraus. Er legt bis heute Wert darauf, dass seine Mannschaften die Dinge spielerisch lösen.“ Und dies erwies sich am Samstag bei Sturm, Starkregen und seifigem Platz als das falsche Rezept.

Das wusste hinterher auch Jeddelohs Linksaußen Thorsten Tönnies, 2011/12 Teil von Rehdens Aufstiegsmannschaft in die Regionalliga: „Wir haben die äußeren Bedingungen nicht so gut angenommen wie der Gegner.“ Er selbst leitete allerdings die erste Chance nach gut 90 Sekunden ein, als er von links Kasra Ghawilu bediente – doch dessen Schuss aus 13 Metern mittig vor dem Kasten begrub BSV-Schlussmann n Rico Sygo unter sich.

Kurz darauf hätte es auf der anderen Seite klingeln müssen, aber Addy-Waku Menga hatte nach einem kapitalen Bock von SSV-Linksverteidiger Fabian Istefo in Form einer hohen Hereingabe auf ihn Pech: Seinen Aufsetzer lenkte Jeddelohs Keeper Christian Meyer gerade noch zur Ecke (4.). Ebenfalls Menga zielte wenig später knapp daneben (7.). „Wir hätten früher alles klar machen müssen“, räumte Muzzicato angesichts dieser Szenen ein, freute sich aber über eine „erste Halbzeit mit hohem Regionalliga-Niveau“. Aus seiner Sicht stimmt das, denn die Schwarz-Weißen arbeiteten konzentriert gegen den Ball, behielten im Spielaufbau Ruhe und Balance, schalteten schnell um – und feierten nach 21 Minuten das 1:0: langer Diagonalball von Tobias Esche in den Strafraum, kurze Ablage von Shinji Yamada auf Tomislav Ivicic, ein Schritt vor, Rechtsschuss ins lange Eck – Tor! Das 2:0 leitete der 31-jährige Neuzugang Ivicic ein, als er von links den ebenfalls im Winter nach Rehden gekommenen Quentin Fouley bediente, dessen Flachschuss unten rechts einschlug (34.). „Bei den Toren haben wir mitgeholfen“, monierte Weusthof das dürftige Stellungsspiel. Zudem wurmte ihn, dass „wir vor der Pause nicht eine richtige Torchance hatten“. Damit tat er BSV-Keeper Sygo allerdings unrecht, denn neben der ersten Szene rettete er nach einer halben Stunde gegen Ghawilu.

Nach Wiederanpfiff schoss abermals Ghawilu, Doppeltorschütze bei Jeddelohs 2:1 im Hinspiel, knapp vorbei (63.). „Wenn Kasra den reinmacht, kann das Spiel eine ganz andere Wendung nehmen“, mutmaßte Teamkollege Tönnies seufzend. So aber musste er nach gut einer Stunde die Entscheidung mit ansehen: Fouley bugsierte die Kugel im Fallen an den Pfosten, Menga rauschte aus dem Rückraum ungehindert heran und verwertete den Abpraller zum 3:0 (63.).

Dass es am Ende noch einen vierten Gegentreffer setzte, lag vor allem an Bastian Schaffers zu kurzem Rückpass auf seinen Keeper Meyer, dem der Ball dann noch über den Spann rutschte. Ivicic roch den Braten, rannte durch und mit dem Leder aufs leere Tor, stoppte kurz vor der Linie und überließ es Solomon Okoronkwo zum Einlochen aus 30 Zentimetern (87.). Da war sie wieder, die von Weusthof monierte Mithilfe. Gleichwohl befand der SSV-Coach: „Die Niederlage ist um ein Tor zu hoch ausgefallen.“ Doch selbst mit weniger Effizienz und nur einem 1:0 hätte Rehden die Ammerländer in der Tabelle überholt. Nun hat der BSV 6:0 Tore und neun Punkte aus den ersten drei Liga-Spielen des Jahres und sich leicht von der Abstiegszone abgesetzt. „Wer hätte das vor der Winterpause gedacht?“, fragte Muzzicato.

Bei weitem nicht viele, allerdings „hat sich die Mannschaft stark verändert – kein Vergleich zum Hinspiel“, erkannte Tönnies neidlos an. Muzzicato führte dies nicht nur auf die Winter-Neuzugänge, sondern auch auf die harte Arbeit im Training zurück: „Wir machen und reden viel in jeder Einheit. Das scheint jetzt endlich zu fruchten.“

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