„Wir werden uns den Bayern nicht kampflos ergeben“

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Blickt dem DFB-Pokalspiel gegen die Bayern mit viel Vorfreude entgegen: Rehdens Trainer Predrag Uzelac.

Die Pokalauslosung verfolgte Predrag Uzelac in Kroatien, in einem Ferienhaus am Meer, zusammen mit seinem Kumpel Zdenko Miletic. Der ist Torwarttrainer beim Bundesligisten FC Augsburg, „und er hat natürlich gehofft, dass wir gegeneinander spielen“, sagt der Coach von Regionalligist BSV Rehden.

Doch es kam noch besser: Rehden erwischte den großen FC Bayern München. Was Uzelac im ersten Moment durch den Kopf schoss, wie er mit seiner Mannschaft dem Triple-Sieger begegnen will und warum er große Stücke auf Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer hält, verrät der 47-Jährige im Interview.

Herr Uzelac, mit welchen Emotionen haben Sie die Auslosung verfolgt?

Predrag Uzelac: Mit sehr, sehr großen. Das war Freude pur, unglaublich. Als er (DFB-Präsident Wolfgang Niersbach/d. Red.) die Kugel lange festgehalten und schon so geguckt hat, da wusste ich fasst schon, was kommt. Und als wir dann tatsächlich Bayern bekommen haben, ist es im Ferienhaus sehr laut geworden. Alle haben sich für mich gefreut. Das war sensationell.

Und was hat Zdenko Miletic gesagt, Augsburg bekam RB Leipzig zugelost?

Uzelac: Er hat sich auch wahnsinnig für uns gefreut. So etwas passiert ja auch in 100 Jahren vielleicht ein Mal. Bayern wurde Triple-Sieger, und dann kommen sie ein paar Monate später zu uns. Auch noch mit einem neuen Trainer Pep Guardiola. So etwas wird man nie wieder erleben.

Wie schätzen Sie Guardiola ein?

Uzelac: Er ist ein Super-Trainer, der mit dem FC Barcelona alles erreicht hat. Ich denke, dass es für ihn bei den Bayern aber nicht ganz einfach wird. Er steht unheimlich im Fokus und damit auch unter Druck. Bayern hat das Triple gewonnen. So etwas zu wiederholen, ist schwer. Für jeden Trainer.

Was hat die Bayern in der vergangenen Saison so stark gemacht?

Uzelac: Die Verpflichtung von Matthias Sammer als Sportchef. Ich bin mir sicher: Wenn Sammer nicht dagewesen wäre, hätten die Münchner das Triple nicht geholt. Er war für mich der entscheidende Mann, der – wenn auch oft im Hintergrund – die Fäden gezogen und zusammengeführt hat.

Haben Sie Sammer einmal kennengelernt?

Uzelac: Ja, aber ich glaube, er kann sich daran nicht mehr erinnern. Wir waren beide noch Spieler und zur Reha in Donaustauf. Matthias hatte das Knie kaputt, ich einen Achillessehnenabriss. Wir wurden beide von Physiotherapeut Klaus Eder behandelt.

Sie haben davon gesprochen, dass allein das Bayern-Los schon ein Wunder ist. Was muss dann erst passieren, um die Münchner in der ersten Runde zu schlagen?

Uzelac: Ein noch viel, viel größeres. Aber darüber brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Wir freuen uns alle auf dieses Spiel, und diese Freude wollen wir auch auf den Platz übertragen. Wir wollen rausgehen, den vielen Zuschauern ein tolles Spiel zeigen und vor allem diesen Augenblick genießen. Wir wollen aber auch keine Angst zeigen.

Wie bereiten Sie Ihre Mannschaft auf so ein Spiel vor?

Uzelac: Wir werden uns natürlich eine entsprechende Taktik zurechtlegen. Und wir werden versuchen, alles zu geben. Was dann am Ende dabei herausspringt, müssen wir abwarten. Wir werden uns aber auf keinen Fall kampflos ergeben. Das mit Sicherheit nicht.

Arne Flügge

Der hier hat das Spiel gegen Bayern schon hinter sich - und siegte!

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