BSV holt die Außenspieler Akyere, Nakagawa und Steffen sowie Sechser Fall

Rehden rüstet nach: Neues Quartett kurz vor ultimo

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Trainer Alexander Kiene (hinten) mit seinen „neuesten Neuen“ (vorn v.l.): Wal Fall, Tobias Steffen, Yuki Nakagawa und Isaac Akyere.

Rehden - Von Cord Krüger. Punktlandung bei der Kaderplanung des BSV Rehden: Am letzten Tag der Wechselfrist unterschrieben gestern vier weitere Fußballer beim Regionalligisten, die der personell gebeutelte Tabellensiebte gut gebrauchen kann.

„Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, urteilte BSV-Trainer Alexander Kiene nach der Vorstellung der Verstärkungen am Abend: „Das sind gute Alternativen – und im besten Alter, so dass wir sie noch weiter entwickeln können.“ Vereinsboss und Finanzexperte Friedrich Schilling hingegen merkte mit Blick aufs Budget süffisant an: „Gestern hatten wir zu wenig Leute im Kader, heute schon wieder fast zu viele.“

Besonders mit dem namhaftesten Last-Minute-Neuzugang zogen sich die Verhandlungen bis zum späten Nachmittag – umso erleichterter war Kiene, dass sein Wunschkandidat schließlich signierte: Wal Fall vom österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau, ein kantiger Mann fürs defensive Mittelfeld, 1,90 Meter groß und sehr athletisch. Seine Ausbildung durchlief der heute 22-Jährige in den Jugendmannschaften von Mainz 05 und Wehen Wiesbaden, ehe er über den 1. FC Nürnberg II und Waldhof Mannheim nach Lustenau kam. Jener Club, für den schon BSV-Angreifer Abu Bakarr Kargbo vor seinem Wechsel nach Rehden stürmte. „Wir sind aus dieser Zeit gut befreundet – und natürlich habe ich mich bei Abu vorher informiert“, schilderte Fall. Vor allem aber entschied er sich für Rehden, „weil sich der Trainer über Wochen und Monate intensiv um mich bemüht hat. So etwas gibt es nicht oft.“ Der gebürtige Frankfurter spielte zwar auch bei Drittligist Preußen Münster vor, aber Kiene blieb dran. „Ich habe mich ein bisschen an ihm festgebissen“, gab der A-Lizenz-Inhaber zu. „Und das“, versichert Fall, „will ich zurückzahlen“. Ob im defensiven Mittelfeld oder auf im Abwehrzentrum – egal: „Möglich ist beides“, verrät der Deutsch-Senegalese: „Vor meiner Zeit in Österreich habe ich fast nur in der Innenverteidigung gespielt.“

Weiter vorn agieren die drei anderen „Neuen“: Aus den Regionalliga-Duellen mit dem Hamburger SV II war Isaac Akyere den Rehdenern bereits bestens bekannt. Dort spielte der heute 24-Jährige in den Serien 2011/2012 und 2013/2014 – unterbrochen durch eine einjährige Phase bei Nordost-Regionalligist Carl Zeiss Jena. Im Sommer 2014 schloss sich der Hamburger mit ghanaischen Wurzeln dem Nordost-Oberligisten SSV Markranstädt an. „Ich wollte aus familiären Gründen eigentlich etwas kürzertreten, habe dann aber gemerkt, dass ich es schon noch mal in der vierten Liga versuchen sollte“, erklärte der 1,86-Meter-Mann gestern Abend.

Für Rehden könnte das ein Glücksfall sein: „Er ist ein großer, schneller Linksaußen“, sagte BSV-Sportvorstand Markus Kompp über den Mittelfeldspieler, der als Backup des seit knapp einem Monat an einem Muskelfaserriss laborierenden Danny Arend dienen soll. Akyere hinterließ am Mittwoch im Probetraining einen vielversprechenden Eindruck – „und davon abgesehen, ist er ein guter Typ“, beschrieb ihn Kompp.

Vom FC Schalke 04 II kommt Yuki Nakagawa, der auf der rechten Mittelfeldseite für mehr Alternativen sorgen soll. „Yuki ist gefährlich“, fasste Kompp seine ersten Trainingseindrücke zusammen. Der 14-fache Jugendnationalspieler Japans könnte neben der Rechtsaußenposition auch die Rolle des Zehners einnehmen. Gestern wirkte der 1,60 Meter kleine Techniker noch etwas scheu, „aber die Mannschaft hat mich schon mal nett aufgenommen“, freute sich Nakagawa.

Am spontansten ging der Wechsel von Tobias Steffen über die Bühne. Der 23-Jährige löste jetzt seinen Vertrag bei Rot-Weiss Essen auf, hatte auch andere Angebote aus der Regionalliga West, aber „ich wollte wieder in Norden – schließlich bin ich Ostfriese“, verriet der einstige U20-Nationalspieler, dessen Eltern in Ostrhauderfehn leben.

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