Rehden 0:0 beim Hamburger SV II – es hätte schlimmer kommen können

Heyken verschießt Elfmeter, aber hinten hält Rocha dicht

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Rehdens Danny Arend (l.) freut sich schon, Hamburgs Dominik Jordan und BSV-Stürmer Mehmet Ali Fidan warten gespannt, als Stefan Heyken zum Elfmeter antritt. Wenig später hat Rehdens sicherer Schütze verschossen – und es blieb beim 0:0. ·

Hamburg / Rehden - Cord Krüger. Was bleibt dem BSV Rehden nach dieser Nullnummer beim abstiegsbedrohten Hamburger SV II? Erstens die Einsicht, dass die Schwarz-Weißen vorn weiter zu harmlos sind. Zweitens der Trost, dass ein Punkt gegen diesen kompakten und bei Kontern gefährlichen Regionalliga-Kontrahenten besser ist als keiner.

Denn spätestens seit gestern – und damit zur dritten Erkenntnis – weiß BSV-Trainer Björn Wnuck: „Wir haben einen richtig guten zweiten Torwart.“ Der heißt Celio Rocha – und hielt als Vertreter des verletzten Milos Mandic jenes 0:0 mit starken Paraden fest.

„Ein ganz starkes Spiel von Celio“, urteilte Zuschauer Mandic, dessen Knieblessur weiter vielversprechend abklingt. Auch Vizekapitän Viktor Pekrul, der für den in Hamburg erst zur zweiten Halbzeit eingewechselten Mittelfeldregisseur Kevin Artmann die Binde trug, zollte dem Brasilianer Respekt: „Das waren Super-Reflexe.“

Der 25-Jährige selbst strahlte: „Ich muss Tore verhindern, das ist meine Arbeit. Jetzt werde ich weiter den Kopf oben behalten und diesen Konkurrenzkampf, diesen Wettbewerb fortsetzen. Aber es ist schade für uns alle, dass wir nicht gewonnen haben.“

Das lag zunächst an einer von beiden Seiten schwachen ersten Hälfte auf einem überaus holprigen Platz, in der Rehden trotz der Hamburger Unsicherheiten nur zu einem Torschuss von Francis Banecki (7.) und einem in letzter Sekunde abgeblockten Alleingang von Danny Arend (37.) kam.

Viel mehr brachte die Mannschaft von Trainer Rodolfo Cardoso in der Offensive jedoch auch nicht zustande. Zwei Mal musste Rocha allerdings gegen Mattia Maggio retten (19./38). Das war's für die erste Halbzeit, „in der wir das nicht gut gemacht haben“, urteilte Wnuck: „Da hatten wir schon den langen ,Franz‘ Banecki vorn, aber es kam selten etwas bei ihm an. Wir haben zu wenig investiert.“

Daher reagierte der BSV-Coach zur Pause, warf den noch angeschlagenen Artmann als starken Ballverteiler und Florian Stütz als neuen Linksverteidiger in die Schlacht. Stütz gelang nach vorn mehr als seinem ausgewechselten Vorgänger Christian Hegerfeld, „und auch sonst haben wir nach dem Wechsel mehr Impulse gesetzt“, meinte Wnuck. Zudem nahm die „anfängliche Unsicherheit“ ab, die Pekrul bei seinem Team ausgemacht hatte. Doch Danny Arend entschied sich nach einem seiner vielen Soli gegen den Abschluss, passte stattdessen zum besser postierten Artmann – und dessen Seitfallzieher meisterte HSV-Keeper Florian Stritzel (63.). Eine vorherige Arend-Chance hatte Schiedsrichter Julian Lüddecke durch einen umstrittenen Abseits-Pfiff unterbunden, in Minute 73 handelte der Referee dann aber ganz nach Rehdener Geschmack: Kapitän Fabio Morena legte Arend im Strafraum, der Schiri gab Elfmeter. Die Rote Karte gegen Morena hätte laut Wnuck nicht sein müssen: „Er kreuzt seinen Laufweg, ist zwar letzter Mann, aber der Elfmeterpfiff reicht da auch.“

Rehden hingegen reichte der nicht, denn Stritzel hielt Heykens Strafstoß. „Das ist echt ärgerlich“, haderte Pekrul: „Stefan ist sonst immer ein hundertprozentiger Schütze.“

Auch die Überzahl nutzte der BSV nicht. Im Gegenteil: Nachdem Rocha zuvor einen Schuss von Isaac Akyere (67.) an den Pfosten gelenkt hatte, musste er gegen zehn Hamburger mehrfach ran, fing gegen Maggio souverän und lenkte am Ende einen Kracher von Timo Brauer über den Querbalken (84.). Dafür erntete der Schlussmann beim Gang in die Kabine sogar Lob von Brauer selbst – und ein Schulterklopfen.

Das tat gut, denn Wnuck weiß: „Der Junge hat es in seiner Rolle als zweiter Mann nicht einfach.“ Aber Rocha will diese Perspektive ja verändern…

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