Kapitän warnt vor Finalgegner Havelse / Golombek gefällt Trainingsmentalität

„Heiße“ Rehdener, mahnender Menga

Im Vorwärtsgang: Rehdens Kapitän Addy-Waky Menga (am Ball) beschäftigte im Halbfinale ausgiebig Oldenburgs Defensive um Nico Knystock (r.). Der Stürmer fühlt sich fit für das Finale am Sonntag gegen den TSV Havelse.
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Im Vorwärtsgang: Rehdens Kapitän Addy-Waky Menga (am Ball) beschäftigte im Halbfinale ausgiebig Oldenburgs Defensive um Nico Knystock (r.). Der Stürmer fühlt sich fit für das Finale am Sonntag gegen den TSV Havelse.

Rehden – Jan Zimmermann schien beeindruckt von dem, was er da am Sonntag im Niedersachsenpokal-Halbfinale des BSV Rehden beim VfB Oldenburg sah. „Ich verstehe mich gut mit ,Zimbo’“, sagt Rehdens Trainer Andreas Golombek über seinen Kollegen vom TSV Havelse, „und als wir danach telefoniert haben, meinte er: ,4:1 gewonnen, das war ja gar nicht schlecht’“, berichtet der 52-Jährige. Inzwischen dürften beide Coaches ihren Kontakt zueinander auf ein Minimum zurückgefahren haben – denn bis Sonntag ab 15.00 Uhr in den Rehdener Waldsportstätten will sich keiner der zwei Regionalliga-Kontrahenten in die Karten schauen lassen. Schließlich geht es um nicht weniger als den NFV-Pokal und den lukrativen Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals. „Ein absolutes Highlight“, schwärmt Rehdens Kapitän Addy-Waku Menga, aus dem die Begeisterung trotz seiner schon 36 Lenze nur so heraussprudelt: „Nicht nur, dass wir die Chance haben, zu Hause den Cup zu holen, sondern dass wir dann auch noch im DFB-Pokal spielen dürften. Für mich persönlich wäre das in meinem Alter noch toll, aber vor allem meinen Jungs im Team würde ich das gern ermöglichen“, sagt der Mann mit schon sieben Einsätzen binnen 16 Jahren im höchsten deutschen K.o.-Wettbewerb: „Man darf nicht vergessen, dass dann ganz Deutschland einem im Fernsehen zuguckt.“

Zumindest die Fans des FSV Mainz 05, der als Erstrundengegner am zweiten September-Wochenende feststeht. Erst einmal denkt Menga aber nur an Sonntag – und der Capitano hätte „natürlich nichts dagegen, nach dem Spiel den Pokal in die Höhe zu stemmen“.

Der Torschütze zum 1:1 in Oldenburg und ständige Unruheherd in der Offensive darf sich berechtigte Chancen auf einen Einsatz ausrechnen. Zwar spricht allgemein nichts dagegen, an der Startelf des Semifinales festzuhalten, „aber wir werden wohl kaum mit der gleichen Aufstellung ins nächste Spiel gehen“, denkt Golombek: „Erstens geht es um die jeweilige Taktik des Gegners, zweitens müssen wir ja im Blick behalten, wer im Training mal meint, nicht 100 Prozent geben zu müssen – der ist bei mir dann sofort raus.“

Bisher musste der Ex-Profi diesbezüglich keine Streichung vornehmen: „Alle sind heiß, jeder will dabei sein“, schildert der Fußballlehrer seine Eindrücke aus den jüngsten Einheiten, in denen er weiteren Feinschliff ansetzte: „Mit Sicherheit ist auch in Oldenburg nicht alles super gelaufen, da haben wir auch Fehler gemacht“, erinnert der BSV-Übungsleiter: „Aber die Jungs haben nach dem Rückstand die Nerven bewahrt und sind fit.“ Auch Menga ist zufrieden mit seinem körperlichen Zustand: „Ich hatte ja schon vor der Vorbereitung mit Rehden eine Vorbereitung hinter mir“, umschreibt der Routinier seine Übungen für sich, die Video-Trainings mit BSV-Athletikcoach Michele Lapenna und den gastfreundlichen Kreisligisten aus seiner Nachbarschaft in Osnabrück: „Ich durfte mich zwischendurch bei Rot-Weiß Sutthausen fit halten – dafür bin ich dem Verein echt dankbar.“

Seit nun gut einem Monat geht’s jedoch wieder in den Waldsportstätten zur Sache, und Golombek freut sich, „dass wir von Woche zu Woche besser werden. Es ist eine kompakte Mannschaft zusammengewachsen.“

Derlei Geschlossenheit kann gegen die robusten Havelser nicht schaden. „Die haben schon ein paar gute und große Jungs da hinten drin“, sagt Golombek über die Innenverteidiger Tobias Fölster und Niklas Tasky sowie Sechser Noah Plume. Auch Menga erinnert sich gut an diese Defensivkanten: „Das wird nicht einfach für uns da vorn, aber wir kennen uns ja schon aus einigen Regionalliga-Spielen.“ Umso eindringlicher erinnert er an das jüngste Aufeinandertreffen am 6. Dezember, als Plume und Tasky beim 2:2 jeweils per Kopf trafen: „Wir müssen höllisch bei deren Standards aufpassen. Und ein 2:2 in der Nachspielzeit will ich am Sonntag nicht erleben.“

Von Cord Krüger

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