Hegerfeld kartet nach, Kompp kontert

„Wurde unter aller Sau behandelt“

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Christian Hegerfeld erwartet einen Fight.

Rehden - Die Frage, ob er sich auf die Rückkehr in sein altes Wohnzimmer freut, beantwortet Christian Hegerfeld mit einem etwas zögerlichen „Jain“. Klar sei es schön, die alten Kumpel wiederzusehen, sagt der ehemalige Linksverteidiger von Fußball-Regionalligist BSV Rehden. Denn zu Viktor Pekrul, Danny Arend und auch Michael Wessel habe er noch guten Kontakt. Doch mit dem Verein hat Hegerfeld abgeschlossen, wie er sagt, denn er fühlt sich noch immer ungerecht behandelt. „Wie das alles damals zustande gekommen ist, wie man mich behandelt hat – das war unter aller Sau“, schimpft der 25-Jährige, der heute Abend mit seinem neuen Club, dem BV Cloppenburg, zum Regionalliga-Punktspiel in den Waldsportstätten antritt.

Eigentlich wäre er gern in Rehden geblieben, erklärt das Eigengewächs, das sechs Jahre in der ersten Herren des BSV gespielt hatte. „Und es hieß ja auch immer, dass wir einen neuen Vertrag machen wollen. Doch mit mir wurde sich nicht unterhalten, dann war Ende Mai, und mir wurde gesagt, dass es keinen neuen Vertrag gibt“, behauptet „Heger“.

Dem widerspricht der Club freilich energisch. „Wir wollten mit Christian weitermachen und haben ihm bereits im November 2013 einen unterschriftsreifen Vertrag für eine vorzeitige Verlängerung vorgelegt“, sagt Rehdens Sportvorstand Markus Kompp. Doch Hegerfeld habe abgelehnt. „Er wollte nur einen Vertrag abhängig von einem Arbeitsplatz, doch den konnten selbst wir ihm nicht vermitteln.“

Dass es allein daran gelegen haben soll, keine Arbeit für ihn zu finden, kann der Fußballer allerdings nicht nachvollziehen. Und das ist für ihn auch nicht der einzige Grund. „Man hätte sich doch immer einigen können. Ich denke aber, sie wollten mich einfach nur vom Hof jagen. Warum höre ich sonst denn, ich hätte Unsummen verlangt?“, fragt sich Hegerfeld: „So geht man nicht mit einem Spieler um, der so lange für einen Club gespielt hat.“

Das Thema habe ihn lange beschäftigt. „Doch jetzt ist es abgehakt“, beteuert Hegerfeld, der sich mittlerweile in Cloppenburg wohlfühlt. Sportlich könnte es natürlich besser laufen. Für die Mannschaft, die nach fünf Spielen mit zwei Punkten auf Platz 16 liegt – aber auch für ihn, der zuletzt häufig nur von der Bank kam. „Ich denke aber, ich habe mich nach meinen Einwechslungen gut gezeigt“, sagt Hegerfeld, der somit heute auch auf einen Einsatz von Beginn an hofft: „Das würde mich freuen.“

Gegen Rehden erwartet der Linksfuß „einen richtigen Fight, denn auch in Rehden brennt nach bisher nur sieben Punkten der Baum“, vermutet der 25-Jährige.

flü

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