Backhaus konzentriert sich nur auf seine Rehdener

„Hamburg ist eine Wundertüte“

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„Ich werde nicht nervös sein“, sagt Dominic Cyriacks vor dem Spiel seiner Rehdener bei seinem alten Club Hamburger SV II.

Rehden – Heiner Backhaus ist zufrieden mit seiner Mannschaft. Eigentlich. Denn für den Trainer gibt es immer Verbesserungspotenzial. Bei seinem BSV Rehden stört ihn derzeit die Chancenverwertung. „Wir laufen gegen Oldenburg (1:1, d. Red.) nach dem 1:0 vier-, fünfmal aufs Tor, und dann muss es irgendwann einfach klingeln“, betont der 37-Jährige. Heute Abend (19.00 Uhr) soll das in der Regionalliga-Partie beim Hamburger SV II unbedingt besser werden – damit sich die Fußballer für ihre guten Leistungen auch mit drei Punkten belohnen dürfen.

Und Backhaus weiß, woran es derzeit noch hapert. „Es haben noch nicht alle das richtige taktische Verständnis“, erklärt der Coach und gibt ein Beispiel: „Addy Menga ist ein guter ,Finisher‘, unsere Chancen entstehen aber im Umschalten nach frühen Ballgewinnen. Das ist nicht Addys Stärke. Wenn ich ihn von Anfang an bringe und wir dadurch dann aber den Ball immer erst 20 Meter weiter hinten gewinnen, ist das auch nicht gut. Bocar Djumo und Tomislav Ivicic beispielsweise laufen vorne wie die Tiere, denken vor dem Tor dann aber zu kompliziert und legen den Ball noch mal rüber. Sie müssen die Dinger einfach mal reinhauen.“

Viel mehr auszusetzen hat Backhaus bei seinen Spielern derzeit allerdings nicht, gerade mit der Defensive ist er größtenteils einverstanden. Einzige Ausnahme: Die Standardvermeidung. Da fordert er mehr Cleverness von seinen Spielern. Ansonsten sei das aber „schon gut. Wir bekommen kaum Gegentore und haben noch nie eins bekommen, das wirklich herausgespielt wurde.“

Das könnte sich gegen die offensivstarken Hanseaten aber durchaus ändern. 15 Tore in fünf Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Großen Anteil daran hat Tobias Fagerström. Der erst 19 Jahre alte finnische Mittelstürmer hat bereits fünf Treffer für das Team von Trainer Hannes Drews erzielt. Backhaus ist das egal: „Wir gucken überhaupt nicht auf ihn, sondern nur auf uns. Wenn wir uns die ganze Woche auf ihn vorbereiten und er dann gar nicht spielt, ist das auch schlecht. Hamburg ist eine Wundertüte, das sind zweite Mannschaften häufig. Vielleicht treten sie ja auch mit sechs Profis an.“

Aber auch dann wäre dem Rehdener Coach nicht Angst und Bange – im Gegenteil. „Wir haben seit vier Spielen nicht verloren und gehen total selbstbewusst an die Sache ran.“ Gerade die Trainingseindrücke stimmen ihn „sehr optimistisch. Wir haben einen großen Konkurrenzkampf, es darf sich keiner zurücknehmen. Es sind alle fit, keiner wird gegen Hamburg ausfallen.“

Dementsprechend muss natürlich auch Dominic Cyriacks um seinen Platz im Team kämpfen. Backhaus wollte ihm trotz des Spiels gegen die eigene Vergangenheit keine Einsatzgarantie aussprechen, hatte aber dennoch viel Lob übrig: „Er hat es zuletzt gut gemacht, war gegen Oldenburg mit der Stärkste.“ Außerdem vermutet er, dass der Ex-HSVer gegen seine alten Kollegen eine Portion Extramotivation an den Tag legen wird. „Vielleicht gibt Dominic ja zwei, drei Prozent mehr, weil er sich beweisen möchte“, vermutet Backhaus, befürchtet aber auch, dass Cyriacks dadurch vielleicht ein bisschen überdrehen könnte.

In dieser Hinsicht kann der 20-Jährige seinen Coach schon vor dem Spiel beruhigen. Zwar sei ein Spiel gegen das Ex-Team „immer ein bisschen special. Ich freue mich, viele Leute wiederzusehen, die ich aus der Zeit kenne. Aber für mich ist das Spiel eher aus sportlicher Sicht für die ganze Mannschaft besonders, weil wir einen großen Schritt nach vorne machen können.“ Sorgen um einen nicht gut aufgelegten Cyriacks muss sich Backhaus also nicht machen. Denn der defensive Mittelfeldspieler (Backhaus: „Er ist der Typ Rasenmäher“) versichert: „Ich werde nicht nervös sein.“  fs

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