BSV-Boss Schilling zu Pokal und Planungen

„Haben uns wieder weiterentwickelt“

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Friedrich Schilling

Rehden - Er steht wie kein Zweiter für die stetige Entwicklung des BSV Rehden: Friedrich Schilling, Vorsitzender und Manager der hochklassigsten Fußball-Mannschaft in der Region.

Mit den Aufstiegen von der Bezirks- bis zur Regionalliga wuchs auch das Umfeld – vor allem das schmucke Stadion der Waldsportstätten. Diese Arena rückt nun Anfang August wieder ins bundesweite Interesse, wenn der BSV zum DFB-Pokal-Start auf einen – so hofft Schilling – möglichst attraktiven Gegner trifft. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, wie der BSV-Boss am Tag nach der geglückten Qualifikation durch das 3:0 bei Lupo Martini Wolfsburg verriet.

Herr Schilling, herzlichen Glückwunsch zum Einzug in den DFB-Pokal. Welchen Gegner wünschen Sie sich?

Friedrich Schilling (62):Danke! Das Ergebnis täuscht allerdings darüber hinweg, dass wir lange Zeit um den Platz im Pokal zittern mussten. Lupo hat das gut gemacht, unsere Mannschaft aber auch. Jetzt freuen wir uns auf die Auslosung, die wir im Vereinsheim unseres Stadions live übertragen wollen. Das wird bestimmt ein schöner Abend mit unseren Fans. Ob dann Bayern München oder Borussia Dortmund zu uns kommen, ist uns eigentlich egal…

Das würde natürlich einiges an Fan-Massen nach Rehden ziehen. Oder steht in diesem Fall ein Ausweichen ins Weserstadion oder die Osnatel-Arena im Raum?

Schilling:Nein, wir gehen davon aus, dass wir bei uns zu Hause spielen. Es bestehen ja noch ausreichend Kapazitäten, mobile Zusatztribünen aufzustellen.

Vorher müssen Sie noch andere „Baustellen“ abarbeiten – vor allem die personellen Saisonplanungen.

Schilling:Ja, und damit fangen wir in diesen Tagen an. Ehrlich gesagt, gab es zwar schon am Abend der Rückfahrt aus Wolfsburg erste Gespräche im Bus – aber da stand natürlich noch das Feiern im Vordergrund. Wir haben die Zeitpunkte des Zusammensetzens bewusst ein wenig hinausgezögert, weil wir die Jungs vor dem Qualifikationsspiel damit nicht ablenken wollten. Jetzt gibt es viel zu tun.

Sie hatten einmal erwähnt, dass Sie die überzeugenden Neuzugänge Marius Winkelmann, Björn Lambach und Florian Stütz sowie Rückkehrer Paul Kosenkow unbedingt halten wollen. Gibt es da Neuigkeiten?

Schilling:Wie gesagt, wir fangen erst an. Das gilt auch für viele andere, die wir behalten möchten. Alle haben gezeigt, dass es trotz des Risikos in unserer ersten Regionalliga-Saison richtig war, den Kader deutlich zu verändern. Wie in den Jahren zuvor haben wir uns wieder ein Stück weiterentwickelt.

Das Bonbon DFB-Pokal mit den damit verbundenen TV-Einnahmen dürfte Sie entspannter in die Gespräche gehen lassen, oder?

Schilling:Schwer zu sagen. Es kann natürlich sein, dass die Jungs jetzt was vom Kuchen abhaben wollen (lächelt). Aber es stimmt: Dieses Spiel ist ein richtiger Werbefaktor für uns.

Auch in punkto Neuverpflichtungen?

Schilling: Natürlich planen wir wieder Verstärkungen. Es wird aber nicht einfach, aus der Liste der Angebote die richtigen Kandidaten zu finden, die zu uns passen.

Wie lang ist diese Liste?

Schilling:Das sind bisher etwa 30 Namen. Einige werden wir bestimmt in die engere Wahl ziehen. Aber ich sage den Spielerberatern immer, dass es Leute sein müssen, die uns weiterhelfen.

Durch den Regionalliga-Klassenerhalt und den Pokal-Coup ergeben sich sicher auch neue Perspektiven durch weitere Sponsoren. Bahnt sich da etwas an?

Schilling:Das hoffen wir. Wir reden jetzt mit unseren bisherigen Partnern, freuen uns aber auch über weitere Interessenten. Denn wir brauchen Unterstützung, um das Projekt Regionalliga in dieser Region aufrecht erhalten zu können. Allein schaffen wir es als Verein nicht. · ck

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