Gunkel will Rehden wieder Spaß am Fußball vermitteln / Debüt gegen Norderstedt

Der Glaube an die eigene Stärke soll Berge versetzen

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Mittendrin statt nur dabei: Rehdens Interimstrainer Daniel Gunkel (am Boden) kickt im Training auch mal mit. Hier zeigt der 34-Jährige Josip Tomic die richtige Zweikampfhärte.

Rehden - Von Arne Flügge. Die Akte Andreas Petersen ist beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden endgültig geschlossen. Jetzt gilt es, den Blick nach vorn zu richten, um gemeinsam aus der sportlichen Krise herauszukommen.

Großartig viel ändern konnte Interimscoach Daniel Gunkel in den vergangenen Tagen noch nicht. Dafür war die Zeit zu kurz. Wichtig war dem 34-Jährigen vor dem Heimspiel am Sonntag (15.00 Uhr) gegen den FC Eintracht Norderstedt daher, den Spielern erstmal wieder den Glaube an sich selbst zu vermitteln – und den Spaß am Fußball wiederzuentdecken.

Offener Brief von BSV-Kapitän Kevin Artmann

„Es hilft keinem, jetzt in Panik zu verfallen und verkrampft zu sein“, sagt Gunkel, „sicher, wir müssen hoch konzentriert sein. Aber wir müssen auch die nötige Lockerheit haben.“

Im Training hat der Ex-Profi erkannt, „dass sich keiner hängen lässt. Alle sind hungrig, bissig und haben einen großen Willen – das sind die besten Voraussetzungen.“ Natürlich sei auch noch die Verunsicherung zu spüren. „Das ist doch klar“, meint Gunkel, „und hier müssen wir den Hebel ansetzen.“ Das eine oder andere Gespräch hat Gunkel trotz der kurzen Zeit bereits mit Spielern geführt. Und es werden bis zum Anpfiff am Sonntag noch einige folgen.

Bis dahin, hofft der BSV-Coach, sollten die Köpfe nach Möglichkeit wieder frei sein. „Wir müssen keine Angst haben, vor wem auch?“, fragt Gunkel, „wir haben durchweg richtig gute Fußballer in unseren Reihen. Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren, alles andere ausblenden – und wieder Spaß am Fußball haben.“

Und diesen Spaß will Gunkel unterstützen, indem er in manchen Trainingseinheiten auch selbst mitmacht. „Ein bisschen was kann ich ja noch“, schmunzelt der 34-Jährige. Noch einmal einspringen wird er aber auf keinen Fall. „Die Fitness habe ich gar nicht. Außerdem haben wir tolle Spieler im Kader.“

Und jeder, ausnahmslos jeder, habe die Möglichkeit, sich jetzt wieder zu zeigen. Auch diejenigen, die unter Petersen kaum eine, bis überhaupt keine Rolle gespielt haben. „Jeder Spieler im Kader hat die Berechtigung und auch die Qualität zu spielen“, sagt Gunkel, „jeder genießt meine absolute Wertschätzung. Wir werden jetzt im Training genau hinschauen und dann sehen, was das Beste für die Mannschaft ist.“

Ob es gegen Norderstedt taktische Veränderungen oder gar ein verändertes Spielsystem geben wird, darauf wollte sich Daniel Gunkel noch nicht festlegen. Der Coach will die Trainingseinheiten bis zum Spiel nutzen, um sich alles genau anzuschauen und sich dann ein Bild zu machen. „Dann werden wir sehen“, kündigt Gunkel an.

Der 34-Jährige hat sich freilich bereits auch mit dem Gegner beschäftigt. „Sie spielen schon lange ihren Stil, versuchen, viel über das Fußballerische zu lösen“, berichtet Gunkel. Aber es sei auch eine Mannschaft, „die wir zu Hause schlagen können und auch wollen“, kündigt Gunkel an, dass der BSV Rehden alles daransetzen wird, um gegen Norderstedt einen Sieg einzufahren – und damit den ersten Schritt heraus aus der Ergebniskrise zu tun.

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