Der Gunkel-Effekt zündet noch nicht: Rehden unterliegt Norderstedt mit 0:2

Winkelmanns Bock der Anfang vom Ende der Wende

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Norderstedt Torwart Johannes Höcker (re.) wirft sich im Luftduell den Rehdenern Viktor Pekrul und Jeffrey Obst (v.l.) entgegen.

Rehden - Von Arne Flügge. Es war wie fast immer in den vergangenen Wochen. Während der Gegner nach dem Abpfiff ausgelassen feierte und jubelte, schlichen die Spieler von Fußball-Regionalligist BSV Rehden mit hängenden Köpfen vom Platz. Der Gunkel-Effekt hatte gestern (noch) nicht gezündet, Rehden unterlag daheim vor 400 Zuschauern dem FC Eintracht Norderstedt mit 0:2 (0:1) und bleibt damit auf Abstiegsplatz 17 kleben.

Immerhin: Im Spiel eins nach dem Rücktritt von Coach Andreas Petersen und der Staffelstabübergabe an Interimstrainer Daniel Gunkel hatten sich die Rehdener fußballerisch verbessert gezeigt, wenngleich die Verunsicherung noch immer deutlich spürbar war. Vor allem in den ersten Minuten. „Da haben wir sehr zerfahren gespielt, waren nervös“, räumte Gunkel ein.

In der Folgezeit hatten die Gastgeber in einer temporeichen Partie zwar mehr Zugriff auf das Spiel, ließen einige gute Aktionen aber verpuffen, weil nach Angriffen über die Außen keiner nachrückte oder die baumlange Defensive der Gäste mit Kapitän Philipp Koch und Cliffort Aniteye viele Flanken per Kopfball wegräumte. Daher hatte Norderstedt die besseren Chancen, „weil wir den Gegner zu oft eingeladen haben“, monierte Gunkel. So klärte BSV-Keeper Milos Mandic mit einer Glanzparade zunächst gegen Yayar Kunath (16.) und kurz darauf gegen Deran Toksöz (19.). Rehdens beste Chance hatte Omar El-Zein, doch der Schuss des Stürmers aus 22 Metern klatschte nur an die Latte.

Die Rehdener versuchten weiter nach vorn zu spielen, waren hinten aber weiterhin anfällig. Und in der 44. Minute passierte es dann. In der Vorwärtsbewegung verlor Innenverteidiger Marius Winkelmann den Ball, Sinisa Veselinovic ging auf und davon und wurde von Mandic im Strafraum zu Fall gebracht. Allerdings hatte der Norderstedter dabei auch eine sehenswerte Flugeinlage hingelegt. „Es lohnt sich nicht darüber zu diskutieren, ob es Elfmeter war oder nicht. Fakt ist, dass wir wieder diesen Fehler gemacht haben. Und irgendwann kannst du die nicht mehr verteidigen. Der Torwart ist dann das schwächste Glied in der Kette“, sagte Gunkel.

Koch ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:0 (44.). Es war ein Nackenschlag zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt. Dennoch kamen die Rehdener mit viel Mut aus der Kabine, legten den Vorwärtsgang ein und drängten auf den Ausgleich. Doch wie schon in der ersten Halbzeit waren die Hausherren im Abschluss oder allein schon beim kreieren der Torchancen nicht effektiv, konsequent und einfallsreich genug. „Für uns ging es nicht mehr darum einen Schönheitspreis zu gewinnen. Rehden hatte viele Standards, aber wir standen gut und haben nichts zugelassen“, meinte Norderstedts Trainer Thomas Seeliger. Nur zwei Punkte hatte seine Mannschaft aus den jüngsten sieben Spielen geholt, war ebenfalls verunsichert gewesen. Doch Norderstedt legte die Stabilität in der Defensive und Kaltschnäuzigkeit in der Offensive an den Tag, die man sich auch von Rehden gewünscht hätte. So stand nach einem einfachen Pass in den Rücken der Abwehr Marius Browarczyk völlig frei und markierte das 2:0 (79.). Es war der Knockout für Rehden.

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