Münchens Star-Coach von Rehdens Pressing „überrascht“

Pep Guardiola bittet um Geduld – und Predrag Uzelac macht ihm Mut

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Trainerfüchse unter sich: Münchens Pep Guardiola (l.) gratulierte Rehdens Predrag Uzelac zu einer couragierten Leistung.

Osnabrück - Seine Stimme klang ein wenig dünn. Pep Guardiola mahnte nach dem zwar ungefährdeten, aber manch Münchner Medienvertretern zu dürftig anmutendem 5:0-Sieg „seines“ FC Bayern München über den drei Klassen tiefer spielenden BSV Rehden zur Geduld.

Nach dem Erstrunden-Pokalspiel in der Osnabrücker Arena wollte ein Journalist am späten Montagabend vom Starcoach wissen, auf welchem Leistungsstand er seine Mannschaft denn zurzeit sehe. Als Antwort flehte Guardiola förmlich darum, ihm Zeit zu geben: „Ich bin erst seit sechs, sieben Wochen hier, habe wirklich gute Leute. Aber wir können nicht jedes Spiel 6:0 oder 7:0 gewinnen. Das ist unmöglich.“

Erst recht nicht gegen eine Mannschaft wie den BSV: Viermal, verriet Münchens Chef-Stratege, „haben wir Rehden beobachten lassen.“ Seitdem wusste er um die „vom Tempo her sehr guten Spieler. Trotzdem „wurde ich heute überrascht.“ Guardiola imponierte das „sehr stabile Arbeiten“  einer „gut organisierten Mannschaft“. Auch deshalb konnte sein Team nicht frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Das hatte ihn phasenweise beunruhigt: „Mit dem Pokal in Deutschland ist das schwierig. Da gibt es ja immer nur ein Spiel und kein Rückspiel – und man hat ja am Sonntag gesehen, was Bundesligisten da passieren kann…“

Beide Trainer loben Müllers „Performance“

Bayern passierte nichts – vor allem, weil es das Spielermaterial bei einer engen Schlussphase gar nicht zugelassen hätte, wie Rehdens Trainer Predrag Uzelac neidlos anerkannte: „Bis zur ersten Halbzeit haben wir wenig zugelassen und die Räume richtig eng gemacht, das war stark von den Jungs. Aber aus den eineinhalb Chancen haben die zwei Tore gemacht – das ist eben eine Klasse-Mannschaft.“ Ein bisschen unglücklich sei er über die teils „zu einfachen Gegentore nach der Pause gewesen, „aber Bayern ist brutal – mit solchen Leuten wie van Buyten, Müller und Mandzukic“, verdeutlichte der 47-Jährige den Unterschied zu seinen Amateurfußballern: „Da hatte ich schon vorher Kopfschmerzen, wen von uns ich gegen die stelle.“

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 Mit „der Performance von Thomas Müller“, wie Guardiola den Auftritt des dreifachen Torschützen nannte, zeigte sich denn auch Uzelacs Trainerkollege „sehr zufrieden“. Doch vieles brauche eben noch seine Zeit. Aber Uzelac, fünf Jahre älter und im Fußballgeschäft erfahrener, tröstete den Chef-Strategen des Triple-Gewinners: „Ich habe ihm gesagt, dass er ein bisschen Geduld braucht. Es dauert, bis die Jungs das verstehen, was ein neuer Trainer von ihnen will. Dafür habe ich ihm viel Glück gewünscht.“  Geduld und Glück – Guardiola kann es bei dem in München traditionellen Erfolgsdruck gebrauchen. · ck

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