Rehden beim Meister gefragt

Grundvoraussetzung: Mut

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Neuzugang Bocar Djumo ließ gegen Kiel II bereits teilweise sein enormes Offensivpotenzial aufblitzen.

Rehden – Drei Buchstaben reichen Trainer Heiner Backhaus aus, um klarzumachen, was er sich von seiner Mannschaft Mittwochabend um 19.00 Uhr im Regionalliga-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg II erwartet: „Mut.“ Dieser war den Spielern des BSV Rehden im Auftaktspiel (0:1 gegen Holstein Kiel II) etwas abhandengekommen. Wenngleich die Niederlage gegen die Nordlichter doch mehr als unglücklich zustandegekommen war. Am Ende standen 19:7 Torschüsse pro Rehden. Einmal schien der Ball gar die Kieler Torlinie überschritten zu haben, doch der Schiedsrichter hatte es anders gesehen.

Backhaus bemüht diese Szene nicht. Er jammert nicht. Er verweist lieber auf andere Ursachen: „Auf vielen Positionen waren wir von der Mentalität her nicht am Limit“, betont der 37-Jährige: „Aber wir müssen auch realistisch sein. Kiel kam mit sechs Profis hier hin.“ Und trotzdem waren die Schwarz-Weißen über weite Strecken das bessere Team. „Wir brauchen nicht alles schlecht zu reden. Wir haben das Spiel letztlich durch individuelle Fehler verloren.“ Beim Gegentor durch Philipp Sander hatten Außenbahnspieler Mohammed Salifou und Keeper Nick Borgman keine gute Figur abgegeben.

Nun also Wolfsburg. Die Ost-Niedersachsen sind noch einmal ein anderes Kaliber. Sie sind amtierender Meister, zählen für viele Trainer der Liga erneut zum absoluten Favoritenkreis. Und auch das Team aus der Autostadt dürfte Mittwochabend mit ein paar Extra-PS an den Start gehen. Beim 2:1-Erfolg zum Auftakt gegen Weiche Flensburg war beispielsweise Paul-Georges Ntep dabei. Für den Offensivspieler hatten die „Wölfe“ anno 2017 fünf Millionen Euro an Stade Rennes überwiesen. „Für uns ist das ein guter Test“, sagt Backhaus: „Wir wollen uns mit den Besten messen. Aber die Spiele auf Augenhöhe kommen erst noch.“ Zum Beispiel am Samstag, wenn der HSC Hannover zu Gast in den Waldsportstätten sein wird.

Erst einmal gilt das Rehdener Augenmerk jedoch der Partie. Am Montagabend stand per Videostudium noch einmal die eigene Leistung gegen Kiel im Vordergrund, gestern wurden dann die Wolfsburger unter die Lupe genommen. Der BSV-Trainer ist guten Mutes, dass seine Spieler die Auftaktniederlage gut weggesteckt haben, dass sich keine Verunsicherung breitmacht: „Im Training war mächtig Dampf auf dem Kessel.“

Allzu viele Änderungen an der Startelf wird Backhaus wohl nicht vornehmen. „Ich schenke den Jungs Vertrauen – aber nur, wenn sie mutig sind.“ Furchtlosigkeit, Entschlossenheit – ja, auch Risikobereitschaft. Das sind die Attribute, die die Rehdener am Mittwoch benötigen.

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