Erfolg macht hungrig

Gier gewinnt: Rehden fährt selbstbewusst nach Lüneburg

Lust auf mehr: Platz sechs sei eine schöne Momentaufnahme, meint Rehdens Offensivmann Shamsu Mansaray: „Aber ich gebe mich damit nicht zufrieden.“ Foto: Wiechert
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Lust auf mehr: Platz sechs sei eine schöne Momentaufnahme, meint Rehdens Offensivmann Shamsu Mansaray: „Aber ich gebe mich damit nicht zufrieden.“

Rehden – Plötzlich Spitzenspiel: Wer vor der Saison behauptet hätte, dass die Paarung Lüneburger SK gegen BSV Rehden ein Kracher des 14. Spieltages in der Regionalliga werden würde, wäre wohl nicht ernst genommen worden.

Doch Rehden reist als Sechster zum Fünften, tritt am Sonntag um 15.00 Uhr als viertbestes Auswärtsteam bei der zweitstärksten Heimmannschaft an. Und die Schwarz-Weißen steigen selbstbewusst in den Bus. Platz sechs sei eine schöne Momentaufnahme, meint Offensivmann Shamsu Mansaray: „Aber ich gebe mich damit nicht zufrieden.“ Eine Aussage, die Trainer Heiner Backhaus gefallen dürfte. Der 37-jährige Ex-Profi verkörpert das Streben nach mehr mit jeder Körperfaser, mit jeder Silbe. „Der Trainer ist sehr engagiert“, sagt Mansaray. Das habe der 20-Jährige bereits in den Einzelgesprächen mit dem Neu-Coach vor der Saison gemerkt: „Ich glaube, dass er der emotionale Leader ist, den wir brauchten.“

Fördern und fordern, das ist Backhaus wichtig. Und gerade im jetzigen Erfolgsfall – Rehden sammelte 13 Punkte in den vergangenen fünf Partien – geht es ihm darum, die Spannung aufrechtzuerhalten. Seine Akteure müssten wissen: „Wenn wir nur einen Schritt weniger machen, bricht unser Spiel wie ein Kartenhaus zusammen.“

Das ewige Ackern gegen den Ball, das Kilometer-Machen für die Teamkollegen, die Gegenspieler nerven – auch Mansaray verkörpert diese Maloche. Nach Bocar Djumo ist der Außenbahnspieler der Offensivmann mit den meisten Einsatzminuten beim BSV. Bisher hat er aber erst einen Treffer erzielt. „Natürlich kann und will ich an meiner Effektivität arbeiten“, betont Mansaray.

Auf die Zielstrebigkeit wird es für Rehden am Sonntagnachmittag auch ankommen. Denn Lüneburg ist vor heimischer Kulisse noch ungeschlagen. Beim Team von Trainer Qendrim Xhafolli, der im Sommer auf Rainer Zobel (nun Teamchef) folgte, ragt bisher Thorben Deters heraus. Der offensive Mittelfeldspieler hat bereits acht Tore erzielt, legte zudem noch drei auf. Nur einen Scorerpunkt weniger hat Offensivmann Can Düzel (sechs Trefer/vier Assists) auf dem Konto. In der Abwehr zählen Kapitän Lukas Pägelow, Bastian Stech und Eliezer Correia Ca zu den Leistungsträgern.

Zu einem solchen hat sich zuletzt auch Denis Weidlich in Rehden entwickelt. Der ehemalige Zweitligaspieler kam erst Ende August zu den Schwarz-Weißen, sammelte zuletzt viele Einsatzminuten. „Er macht seine Sache gut, ist gefestigt“, lobt Backhaus den 32-Jährigen, sagt jedoch: „Das erwarte ich aber auch von ihm.“ Der Anspruch beim BSV Rehden ist hoch im Herbst 2019.

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