Rehdens Trainersuche läuft / Hohnstedt hat Verständnis für Ex-Coach Backhaus

„Es gibt jede Menge Bewerbungen“

„Absoluter Teamplayer“: Der bisherige Co-Trainer Michael Hohnstedt springt in Rehden als Interimscoach ein. Foto: ck

Rehden – In dieser Woche wird Heiner Backhaus noch mal beim BSV Rehden vorbeischauen. Um sich persönlich von der Mannschaft zu verabschieden. „So kennen wir ihn“, sagt Michael Hohnstedt, der die Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden nach dem plötzlichen Abflug des Cheftrainers zum württembergischen Club SG Sonnenhof Großaspach (wir berichteten) als Interimscoach betreut. Backhaus weilt aktuell mit dem abstiegsbedrohten Drittligisten, bei dem er nun gemeinsam mit Mike Sadlo das Sagen hat, im Trainingslager in der Türkei – und wenn er zurückkommt, wird es sicher auch noch ein klärendes Gespräch mit BSV-Boss Friedrich Schilling geben. Inhalt: Die Modalitäten des Winterwechsels vom erst im Sommer verpflichteten 37-Jährigen, der mit Rehden eine tolle Bilanz vorweisen kann (Platz acht mit stolzen 32 Punkten).

Ob Backaus eine Ausstiegsoption hatte oder Rehden eventuell eine Ablöse oder Entschädigung aus Großaspach fordern kann und gegebenenfalls wird, wollte Schilling am Rande des Hallenmasters am Samstag in Twistringen nicht kommentieren. Über die Art und Weise des überraschenden Transfers vom eigentlich längerfristig gebundenen Trainer, der sich via Facebook beim BSV bedankt hat, mag der 68-Jährige nach wie vor „nichts sagen“.

Worüber er aber spricht, ist die Trainersuche, die den BSV nun schon wieder beschäftigt. „Es gibt jede Menge Bewerbungen, per Mail oder Telefon. Die Berater melden sich fleißig“, bestätigte Schilling, der kurz vor Silvester von Backhaus’ Weggang erfahren hatte und „geschockt“ war. Er werde, führte Schilling aus, die Liste der Kandidaten in den kommenden Tagen „in Ruhe abarbeiten und vielleicht auch den einen oder anderen kontaktieren, der hier im Sommer schon im Gespräch war. Da waren noch ein, zwei interessante Namen dabei. Wir werden auf keinen Fall etwas überstürzen.“

Bis ein neuer Chef kommt, übernimmt der bisherige Assistent Hohnstedt – unterstützt von Co-Trainer Nils Weiler – die Mannschaft und startet am Donnerstag mit ihr in die Vorbereitung. Sollte in nächster Zeit kein Backhaus-Nachfolger gefunden werden, könnte es auch sein, dass Hohnstedt das Amt bis zum Saisonende bekleidet.

So weit mag der 31-jährige Ex-Profi allerdings noch nicht denken. „Es geht darum, den BSV Rehden weiter bestmöglich zu präsentieren“, betont Hohnstedt, der aktuell seine B-Lizenz macht. Dass er eine Trainerlaufbahn anstrebt, daraus macht er keinen Hehl. „Ich habe aber auch kein Problem damit, wenn ich in Rehden erst mal wieder ins zweite Glied rücke – ich bin ein absoluter Teamplayer.“

Die Entscheidung von Backhaus, es ab sofort eine Liga höher zu probieren, kann Hohnstedt nachvollziehen. „Es war natürlich ein harter Schlag und hat hier alle überrascht. Und es ist ihm auch schwergefallen, denke ich. Aber wenn er so eine Chance bekommt, soll er sie nutzen“, meint er: „Schade ist nur, dass er das, was er hier mit aufgebaut hat, nicht weiterführt.“  mr

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