Ex-Kapitän im Interview

Kevin Artmann: „So gewinnen wir kein Spiel“

Nahm nach der erneuten Niederlage kein Blatt vor den Mund: Rehdens Mittelfeldspieler Kevin Artmann. - Foto: Flügge
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Nahm nach der erneuten Niederlage kein Blatt vor den Mund: Rehdens Mittelfeldspieler Kevin Artmann.

Rehden - Der Frust nach der 2:3-Pleite gegen Altona saß beim BSV Rehden tief – und Ex-Kapitän Kevin Artmann (31) machte nach dem Abpfiff im Interview auch aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Herr Artmann, wie groß ist die Enttäuschung nach dieser unnötigen Niederlage?

Kevin Artmann: Das ist richtig bitter. Wir haben wieder dumme Gegentore kassiert, die einfach besser hätten verteidigt werden müssen. Dann sind wir nach dem Anschlusstreffer dran und kriegen vor der Pause noch so ein Ding.

Mit dem Ding meinen Sie den haltbaren Freistoß zum 1:3 in der 45. Minute?

Artmann: Ich werde mich hier jetzt nicht hinstellen und einzelne Spieler kritisieren. Das steht mir nicht zu. Wir müssen es aber mal hinkriegen, zu Hause weniger als drei Tore zu kassieren.

Wie schon häufiger in dieser Saison hat die Mannschaft zwei Gesichter gezeigt.

Artmann: Wenn wir weiter so spielen, wie in der ersten Halbzeit, gewinnen wir in der Regionalliga kein einziges Spiel. Das ist Fakt. Nach dem Wechsel hatte ich aber das Gefühl, dass nun der Wille da war, das Ding unbedingt zu drehen. Das muss unser Credo über 90 Minuten sein. Dann werden wir auch automatisch Spiele gewinnen.

Warum schafft das die Mannschaft derzeit nicht?

Artmann: Es hilft nicht nur darüber zu sprechen, dass wir doch die Qualität haben. Jetzt können wir uns wieder hinstellen und sagen: Auf der zweiten Halbzeit können wir aufbauen. Wir müssen aber auch ehrlich zueinander sein. Wir rufen diese Qualität nicht konstant ab. 

Und in dieser Kack-Liga darf keiner ein Spiel herschenken. Wir müssen uns quälen, mit Mann und Maus verteidigen, die Chancen besser ausspielen. Aber das alles von der ersten bis zur letzten Minute. Sonst wird’s schnell ganz eng.

flü

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