Gestiegenes Selbstwertgefühl

Rehden-Trainer Muzzicato spürt Auftrieb vor der schwierigen Aufgabe in Jeddeloh

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Corvin Behrens (im Bild) schlüpfte schon im Hinspiel in die Kapitänsrolle. Und trotz der Niederlage bewies der Mittelfeldmann Anführerqualitäten.

Edewecht - Wie unfassbar rasant es gehen kann, bewies Cemal Sezer am späten Mittwochabend. Der 22-Jährige war für Gary Noel (auf Länderspiel-Reise) in die Startelf gerutscht – 90 Minuten später hatte er seine ersten drei Regionalliga-Tore in dieser Saison erzielt und seinen VfB Lübeck fast im Alleingang zum 4:2 beim SSV Jeddeloh geführt.

Diese Senkrechtstarter-Story sollte dem BSV Rehden Mut machen. Die Schwarz-Weißen müssen morgen beim Aufsteiger Jeddeloh ran – und es wäre an der Zeit, dass auch mal ein Rehdener Offensivmann so richtig den Turbo zündet. Denn mit drei Treffern ist Francky Sembolo der beste Torschütze der Gäste; wohlgemerkt hat er dafür 16 Einsätze benötigt.

Immerhin entwickelten die Rehdener zuletzt beim 4:2-Erfolg gegen Havelse mehr Durchschlagskraft. Dieser Sieg hat Selbstvertrauen gegeben. „Wir fahren nicht nach Jeddeloh, um die Punkte dort zu lassen“, sagt Muzzicato, der momentan wenig zu beanstanden hat: „Wir haben im Training eine super Instensität. Niemand lässt sich hängen.“ Jeder habe mittlerweile das Gefühl, nützlich zu sein. „Sie merken nun, dass es kein Bluff von mir ist, wenn ich seit Wochen sage, dass wirklich alle gebraucht werden.“

Und mit totaler Hingabe sei auch beim starken Aufsteiger etwas zu holen. Das hatte sich schon im Hinspiel gezeigt, als die Schwarz-Weißen vor allem wegen ihres Chancen-Wuchers und ihrer Schwäche bei gegnerischen Standards mit 0:1 verloren.

Damals – es war der erste Auftritt von Muzzicato als Rehden-Trainer – fehlte Kai Bastian Evers verletzt. Und der Kapitän muss auch morgen gelb-gesperrt zuschauen. „Das ist für uns natürlich bitter“, sagt Muzzicato zum Ausfall des „Stabilisators“. Zudem fehlen Haktan Kelkit (Schulterverletzung), Fabian Lokaj (Knieschmerzen) und Lucas Lohmann (Aufbautraining).

Egal, welche Akteure letztlich für Rehden auf dem Platz stehen werden – sie erwartet eine knifflige Aufgabe. „Viele aus dem Jeddeloher Team haben eine gemeinsame Vergangenheit beim VfB Oldenburg“, weiß Muzzicato: „Es ist ihr Riesen-Vorteil, dass sie sich super kennen und eingespielt sind.“ In vorderster Linie der drittbesten Offensive der Liga agiert Nils Laabs, der bereits zwölf Treffer auf seinem Konto hat. Zudem gilt es unter anderem, auf Linksaußen Kevin Samide (Muzzicato: „Einer der besten Spieler der Liga“) zu achten. 

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