2:3 – Hammer-Tor entscheidet Regionalliga-Fight zu Cloppenburgs Gunsten

Gerdes-Wurpts gibt Rehden im rassigen Derby den Rest

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Da war die Rehdener Welt noch in Ordnung: Michael Wessel (2.v.r.) ballt nach seinem Tor zum 2:2 die Fäuste, Kevin Artmann (r.) und Dominic Krogemann kommen zum Gratulieren. Cloppenburgs Keeper Siegfried John sieht dem Ball hinterher, Tim Wernke (Nummer 9) lässt den Kopf hängen.

Rehden - Von Cord Krüger. Nur eins hat in diesem Klasse-Derby gefehlt: wenigstens ein Punkt für den BSV Rehden. Denn ein Unentschieden wäre in diesem rassig geführten Nachbarschaftsduell der Regionalliga Nord gegen den BV Cloppenburg gerecht gewesen.

Andererseits hatte sich die Mannschaft von Jörg-Uwe Klütz den 3:2 (2:1)-Sieg durch mehr Einsatz in der Schlussphase verdient. „Es war ein sehr intensives Spiel – und mit Sicherheit kein schlechtes“, urteilte Rehdens Trainer Björn Wnuck. Kollege Klütz stimmte zu: „Ein gutes Spiel – von beiden Seiten.“

Florian Stütz (M.) und Paul Kosenkow lieferten sich einige Zweikämpfe. Einer führte jedoch zum Elfmeter gegen Rehden.

Eine Seite stand für die erste halbe Stunde im besonders Fokus des Interesses der 720 Zuschauer: Cloppenburgs Hälfte, die der BSV intensiv und gut über die Flügel beackerte. Den ersten Warnschuss gab Florian Stütz per scharfer Ecke und dank Windunterstützung knapp über den Querbalken ab (3.). Dann leitete der 24-Jährige, für Christian Hegerfeld als Linksverteidiger in der Startelf, das 1:0 ein: Seine Hereingabe fand Bryan Jordan, der Rechtsaußen ließ den Ball schön mit der Brust zu Kevin Artmann abtropfen – und der Kapitän vollstreckte trocken per Flachschuss (14.). „Der Assist für Kevin war gut für mich“, nannte Bryan das für ihn Schönste an seinem Startelf-Debüt. „Was aber dann kam, war frustrierend.“ Damit meinte Jordan weniger die ungenutzten Alleingänge von Danny Arend (23.) und Alexander Neumann (38.) sowie die zwei knapp vorbei gerauschten Artmann-Geschosse (25./31.). Nein, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Henrik Bramlage versetzte Jordan und alle anderen Beobachter ins Staunen: Stütz hatte den Ex-Rehdener Paul Kosenkow gestört, der fiel – und Bramlage zeigte auf den Punkt. „Diese Sichtweise hatte der Referee ziemlich exklusiv“, knirschte Wnuck, und Kosenkow schmunzelte: „Den kann man geben, von mir aus aber nicht unbedingt.“

Kristian Westerveld war's egal. An seinem strammen Schuss hatte Rehdens Torwart Milos Mandic nichts zu halten – 1:1 (40.). Doch Wnuck klagte nicht über den Unparteiischen: „Wenn man da anders zum Ball geht, den Körper reinstellt und den Ball ins Aus gehen lässt, kommt es gar nicht erst so weit.“

Mindestens ebenso ärgerlich: Rehdens Rückstand zwei Minuten vor der Pause: Dominic Krogemann, der als Rechtsverteidiger den Vorzug vor Viktor Pekrul bekam, verlor den Ball an Tim Wernke. Der schickte Kosenkow auf die Reise, und „Paule“ traf von halbrechts zum 2:1. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, „aber das hatten wir uns selbst eingebrockt“, wusste Wnuck: „Wir hätten schon vor der Pause mit 2:0 oder 3:0 führen müssen.“

Dementsprechend trotzig kam der BSV drei Minuten früher als die Gäste aus der Kabine. Eine Minute nach Wiederanpfiff scheiterte Jordan an BVC-Keeper Siegfried John, den Abpraller schoss Neumann in die Abwehr, und Artmann zielte drüber. Nach einer Stütz-Ecke köpfte Stefan Heyken knapp daneben (63.), doch sein Innenverteidiger-Kollege Michael Wessel nahm bei Stütz' nächstem Eckstoß genauer Maß und nickte die Kugel ins Netz – 2:2 (66.)!

Rehden wollte mehr, Cloppenburg verteidigte verbissen und konterte blitzschnell: Mandic musste drei Mal in einer Szene gegen Andreas Gerdes-Wurpts, Timo Scherping und Tim Wernke retten (81.); Wessel hatte Glück, dass er für seine Notbremse gegen Moritz Steidten keine Rote Karte sah (77.), Gerdes-Wurpts zielte zu hoch (81.) – doch sein nächster Schuss saß: Eine Wernke-Hereingabe von rechts hämmerte er aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 3:2 (83.). „Das hat Kollege Gerdes-Wurpts nicht so schlecht gemacht“, musste auch Wnuck anerkennen, zollte seiner Mannschaft insgesamt aber ebenfalls ein großes Lob: „Wir haben so gut gespielt, dass uns diese Niederlage nicht aus der Bahn wirft. Jetzt hoffe ich, dass sich die Jungs mal für ihren großen Aufwand belohnen.“

Am besten schon am Sonntag bei Spitzenreiter VfL Wolfsburg II – „auch wenn das brutal schwer wird“, weiß der BSV-Coach.

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