Sonntag Derby in Oldenburg

Genügend Geschenke verteilt: Schütte sieht BSV Rehden gerüstet

Mirhad Mehanovic (am Ball) steht mit dem BSV Rehden am Sonntag die nächste schwere Aufgabe bevor – beim Regionalliga-Konkurrenten VfB Oldenburg. Sein Trainer Wolfgang Schütte schätzt die Schnelligkeit des Neuzugangs.
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Mirhad Mehanovic (am Ball) steht mit dem BSV Rehden am Sonntag die nächste schwere Aufgabe bevor – beim Regionalliga-Konkurrenten VfB Oldenburg. Sein Trainer Wolfgang Schütte schätzt die Schnelligkeit des Neuzugangs.

Rehden - Von Cord Krüger. Die Lücken schließen sich beim BSV Rehden. Nach seinem im Mai erlittenen Kreuzbandriss kehrte Rechtsverteidiger Patrick Papachristodoulou zurück ins Mannschaftstraining des Fußball-Regionalligisten, und auch der bisher verletzte Mittelfeldmann Lucas Lohmann ist nach seinen ersten Einheiten mit dem Team jetzt richtig in Rehden angekommen.

Eine Option für das Derby am Sonntag ab 15.00 Uhr beim VfB Oldenburg sind zwar weder „Papa“ noch der Neuzugang vom SV Eichede, doch das stört BSV-Trainer Wolfgang Schütte erstmal nicht. „Wer meint, dass wir nach unserer Auftakt-Niederlage gegen Lüneburg schon unter Druck stehen, liegt völlig falsch.“

„Positiv bleiben und besser machen“

Zweifellos schmeckt auch dem 61-Jährigen der aktuell letzte Tabellenplatz nicht. „Aber ich mache weder mich noch die Mannschaft verrückt. Wir haben unsere Fehler gemacht, Geschenke verteilt, das alles aber klar erkannt.“ Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, zu große Abstände zwischen den Ketten – das alles nutzte der Lüneburger SK konsequent aus. Beim 0:2 zur Pause hatte Schütte Mirhad Mehanovic und Kevin Artmann eingewechselt, „um mehr Druck über außen und mehr Stabilität im Zentrum zu erzeugen“. Das gelang, reichte aber nicht.

Damit ist das 1:4 nun erledigt – auch für Keeper Philip Faderl, der laut Schütte „keinen guten Tag erwischt hat. Aber er weiß, dass er die Ärmel hochkrempeln, positiv bleiben und es jetzt besser machen muss“, stellt sich der A-Lizenz-Inhaber vor seinen Schlussmann. An einen Wechsel zwischen den Pfosten denkt er nicht. Dies sei jedoch keine Entscheidung gegen Eric Schröder, der im Sommer aus der eigenen Niedersachsenliga-A-Jugend in den Regionalliga-Kader aufgerückt war: „Solche Fehler muss man jedem mal zugestehen“, sagt der BSV-Coach, „davon haben auch andere einige gemacht.“

Schweres Auftaktprogramm

Allzu viele davon sollten es demnächst aber nicht werden, mahnt der Kriminalbeamte: „Wir haben eben ein schweres Auftaktprogramm“, verdeutlicht Schütte mit Blick auf Lüneburg sowie die beiden kommenden Sonntage beim VfB Oldenburg und VfB Lübeck.

Der Trainer hatte sich Lübecks Saison-Eröffnungsspiel gegen Oldenburg angesehen, schätzt den Club aus der Huntestadt aber deutlich stärker ein, als es die 0:2-Niederlage erahnen ließ: Oldenburgs 2:0-Sieg gegen Drittligist SV Meppen in der ersten Runde des Niedersachsenpokals „sollte uns Warnung genug sein – das hat der VfB hochverdient gewonnen“, unterstreicht Schütte: „Ich gehe davon aus, dass unser Gegner mit dieser Dynamik und Aggressivität gegen uns auftritt.“

Menga gesperrt - Schütte setzt auf Sembolo

Und das wahrscheinlich weiterhin ohne Thorsten Tönnies. Der ehemalige Rehdener dürfte noch wegen seines Rippenbruchs fehlen, „und das tut auch Oldenburg richtig weh“, ahnt Schütte, der große Stücke auf den Linksfuß hält. Definitiv nicht dabei ist ein weiterer Ex-BSV-Akteur: Gazi Siala, der im Sommer von den Schwarz-Weißen ins Marschwegstadion wechselte, laboriert an einer Knieverletzung. Zudem muss VfB-Trainer Dietmar Hirsch weiter auf Rechtsverteidiger Antti Mäkijärvi (Knorpelschaden) und Innenverteidiger Muhittin Bastürk (Fußprobleme) verzichten. Dafür kehrte zuletzt der fast ein Jahr verletzte Kiala Kifuta zurück – ebenfalls früher im Rehdener Dress auf Torejagd. Der Kongolese kam im Pokal zu zwei Kurzeinsätzen. Möglich ist auch, dass Alexander Lüttmers Rehden am Sonntag ärgert. Der vor gut einem Jahr zum BSV gekommene Angreifer kehrte zu Saisonbeginn nach Oldenburg zurück, spielte in Lübeck immerhin 15 Minuten.

Wer auf Rehdener Seite stürmt, ist Schütte aber schon jetzt klar. Da Addy-Waku Menga am Sonntag das zweite seiner vier Liga-Spiele umfassenden Sperre absitzen muss, läuft Neuzugang Francky Sembolo erneut auf. „Davon ist auszugehen“, verrät sein Trainer.

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