Viele Verletzte vor Heimspiel gegen Lübeck

Gegner der Gegensätze Gast bei gebeutelten Rehdenern

+
Kevin Artmann (links) und Viktor Pekrul (hinten) sind wieder genesen und könnten am Samstag in den Kader des BSV Rehden zurückkehren, wenn der Regionalligist den VfB Lübeck empfängt.

Rehden - Auf den letzten Metern in Richtung Winterpause lichten sich beim BSV Rehden mal wieder die Reihen. Vor dem Heimspiel am Samstag ab 14.30 Uhr gegen den Tabellenfünften VfB Lübeck fallen mehrere Leistungsträger des abstiegsbedrohten Regionalligisten wegen muskulärer Verletzungen aus.

Es passierte während verschiedener Trainingseinheiten in dieser und der vorigen Woche. Doch die Ursachen seien laut BSV-Coach Benedetto Muzzicato in der Vergangenheit zu suchen. Der Blick zurück hilft den Schwarz-Weißen jedoch nicht, denn Offensivmann Marko Stojanovic fehlt im letzten Heimspiel das Jahres wegen eines Muskelfaserrisses – ebenso wie Außenspieler Patrick Papachristodoulou und Mittelfeld-Allrounder Corvin Behrens (beide wegen einer Zerrung). 

Ebenfalls „nur“ als Zerrung entpuppte sich der befürchtete Muskelfaserriss von Stammtorwart Milos Mandic. „Mit viel Glück könnte ,Milo‘ spielen – aber ich will bei ihm keinen Riss riskieren“, stellt Muzzicato klar: „Wichtiger ist mir, dass alle zum Start der Wintervorbereitung vollkommen fit sind. In diesen Wochen müssen wir konzentriert arbeiten – und wenn das gelingt, verspreche ich erfolgreiche Wochen bis zum Saisonende im Mai.“

Die recht hohe Verlustrate in Form von Verletzungen lasse auf den ersten Blick den Schluss zu, dass der BSV zu hart trainiere, räumt der A-Lizenz-Inhaber ein. „Aber es ist auch so, dass in der Zeit, bevor ich hier angefangen habe, einiges vernachlässigt wurde“, urteilt Muzzicato.

Artmann und Pekrul vor der Rückkehr

Das hört sich nach einem Vorwurf an seinen Vorgänger an. Doch so krass will es der Italiener, der die Mannschaft Ende September vom zurückgetretenen Wolfgang Schütte übernommen hatte, nicht formulieren: Vielmehr habe „jeder Trainer seine eigenen Ideen und Schwerpunkte. Es wäre auch schlimm, wenn alle die gleichen hätten“, meint Muzzicato. 

Offenbar habe Schütte großen Wert auf den taktischen Bereich gelegt „und damit auch in seinen früheren Vereinen Erfolg gehabt“. Der neue Coach hatte allerdings bei seiner Amtsübernahme konditionelle Defizite ausgemacht. „Für mich ist unerlässlich, dass alle 90 Minuten lang wach sind. Und diese Frische im Kopf kann man nur mit der Fitness erreichen. Jeder muss schon vor der Annahme des Balls wissen, was er mit ihm macht.“

Also arbeitete er intensiver im Ausdauerbereich, und die konditionellen Fortschritte sind unübersehbar. Doch die gesteigerte Belastung führte eben auch zu einigen Verletzungen und krankheitsbedingten Rückschlägen. Immerhin scheinen nun wenigstens Mittelfeldlenker Kevin Artmann (nach Hüftbeschwerden) und Viktor Pekrul (Grippe auskuriert) zurückzukehren.

Ängstlicher Blick auf den Platz

Andere Akteure bleiben hingegen angeschlagen. „Aber wenn ich die jetzt alle aufzähle und das Spiel gegen Lübeck ausfallen sollte, werden einige darin den Grund für die Absage suchen“, meint Muzzicato. Doch dass sich der Platz in den Waldsportstätten nur eine Woche nach dem Ausfall des Heimspiels gegen Oldenburg merklich erholt haben dürfte, scheint angesichts des Schmuddelwetters fraglich. „Nur beim bloßen Gang über den Rasen gucke ich schon ängstlich nach unten, ob ich was losgetreten habe“, verdeutlicht der 39-Jährige. 

Gleichwohl stellt der A-Lizenz-Inhaber klar, „dass wir auf jeden Fall gegen diesen Traditionsverein spielen wollen, wenn es irgendwie geht“. Deshalb hat er sich schon zig Videos der jüngsten VfB-Auftritte angesehen. Sein Urteil: „Das ist eine intakte Mannschaft von hoher Qualität.“ Allerdings ebenso ein Gegner der Gegensätze: Lübecks 2:0-Hinspiel-Erfolg Mitte August gegen Rehden war der Auftakt einer Serie von fünf Siegen hintereinander. Dem schloss sich ein heißer Herbst mit fünf Niederlagen am Stück an. Inzwischen scheint das Team von Trainer Rolf Martin Landerl zurück in der Spur – mit vier ungeschlagenen Partien in Folge (drei Siege, ein Unentschieden). „Wir sind also gewarnt, haben zwar keine Angst, aber Respekt – wie vor jedem Gegner“, sagt Muzzicato. - ck

Das könnte Sie auch interessieren

Schnee, Eis und Sturm sorgen für Chaos

Schnee, Eis und Sturm sorgen für Chaos

Aus der Traum: DHB-Frauen bei Heim-WM ausgeschieden

Aus der Traum: DHB-Frauen bei Heim-WM ausgeschieden

Jerusalem-Streit löst Unruhen aus

Jerusalem-Streit löst Unruhen aus

Martfelder Weihnachtsmarkt in Schnee gehüllt

Martfelder Weihnachtsmarkt in Schnee gehüllt

Meistgelesene Artikel

Regionalliga-Derby am Nikolausabend?

Regionalliga-Derby am Nikolausabend?

Rehdens Lazarett lichtet sich

Rehdens Lazarett lichtet sich

Regionalliga-Derby auf 2018 verschoben

Regionalliga-Derby auf 2018 verschoben

Kommentare