Gegentor verschuldet, Elfmeter gehalten

Mandic: „Das war mein Ding“

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Milos Mandic

Rehden - Milos Mandic versuchte erst gar nicht, um den heißen Brei herumzureden. „Das war mein Ding“, sagte der Torwart des BSV Rehden, „ganz klar und nichts anderes.“ Sein Ding, damit meinte der 28-Jährige die 1:0-Führung des FC St. Pauli II in der 35. Minute. Die Gäste hatten einen Ball lang nach vorn gedroschen, Mandic eilte weit aus seinem Tor heraus, „weil ich sicher war, dass ich den Ball bekomme“. Doch dann wurde die Kugel auf dem Rasen „immer langsamer“.

Zu allem Unglück knallte Mandic dann auch noch mit seinem Linksverteidiger Jeffrey Obst zusammen, der gegen den mitgelaufenen Hamburger Bentley Baxter Bahn noch zu retten versuchte, was aber nicht mehr zu retten war. Mandic und Obst fielen zu Boden, Bahn hatte freie Bahn und schob die Kugel ins leere Tor. Das sei natürlich bitter gewesen, konstatierte der Torhüter, „aber solche Dinge passieren nun mal im Fußball“.

Obst war sich indes sicher, „dass ich den Ball bekommen hätte, aber Milo kam raus – und dann muss er ihn eigentlich auch haben. Das ist einfach dumm gelaufen“, erklärte der 20-Jährige. Einen Vorwurf wollte Mandic aber niemand machen, „schließlich hat Milo uns zum Schluss ja sogar noch den Arsch gerettet“, sagte Obst.

Der Linksverteidiger meinte damit die 78. Minute, als Mandic beim Stand von 1:1 mit einem Wahnsinnsreflex einen Elfmeter von Bahn parierte und seine Mannschaft damit vor der zweiten Saisonniederlage bewahrte. „Der war wirklich nicht schlecht geschossen, aber natürlich gehört auch immer ein bisschen Glück dazu, solche Dinger zu halten“, sagte der Torwart bescheiden, „so konnte ich wenigstens meinen Fehler aus der ersten Halbzeit wieder etwas gutmachen.“

Sogar mehr als das, wie Rehdens Trainer Andreas Petersen befand: „Milo hat ein richtig gutes Spiel gemacht. Er hat den Elfmeter super gehalten und auch bei anderen Situationen gezeigt, welche Qualität er hat.“ Deshalb mache er ihm überhaupt keinen Vorwurf. Klar habe Mandic vor der Situation zum 0:1 „Mist gebaut“, wie es Petersen nannte: „Da haben wir ein klassisches Debakel fabriziert, zumal das Tor ja völlig aus dem Nichts fiel. Doch Milos soll ja auch höher stehen. Das gehört zum modernen Fußballspiel eines Torwarts dazu.“

flü

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