2:2 gegen Lüneburger SK / Kienes Urteil: Nicht effektiv, aber mit großer Moral

Trotz widriger Umstände: Rehden weiter unbesiegt

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Auch die Flug-Einlage von Rehdens Andreas Gerdes-Wurpts brachte gegen die kompakte Lüneburger Abwehr nichts ein. „AGW“ arbeitete viel und hatte einige gute Chancen. Immerhin trafen Abu-Bkarr Kargbo und Jeff Gyasi (von rechts).

Rehden - Von Cord Krüger. War es nun ein Punktgewinn oder ein Punktverlust? Da musste Alexander Kiene am Samstag länger überlegen, ehe für ihn das Positive überwog: „Wir bleiben in dieser Saison und zu Hause schon das ganze Jahr weiter ungeschlagen“, freute sich der Trainer des BSV Rehden über die nun zehn Punkte aus sechs Partien. Allerdings „hatten wir uns vorgenommen, dieses Heimspiel zu gewinnen“, stellte er nach dem 2:2 (1:1) gegen den Lüneburger SK klar.

Und es sah auch zunächst nach drei Punkten für die Schwarz-Weißen aus: frühe Führung durch Abu Bakarr Kargbo (9.), ein durch LSK-Keeper Briant Alberti gerade noch entschärfter Kopfball von Andreas Gerdes-Wurpts (11.), ein Aluminium-Treffer von Rehdens aufgerücktem Innenverteidiger Michael Wessel (24.). „Wenn wir da das 2:0 machen, ist das Spiel entschieden“, urteilte Kiene. „Aber wir haben entscheidende Situationen nicht genutzt. Da muss man in der Regionalliga effektiver sein“, forderte der A-Lizenz-Inhaber.

Stolz war er hingegen, dass seine durch Verletzungen arg gebeutelte Mannschaft „Moral und Einstellung gezeigt hat“. Jeff Gyasi erzwang immerhin noch das 2:2 (85.). „Wir haben die Ausfälle also wieder mal kompensiert“, freute sich Kiene, wusste aber, dass das auf Dauer nicht immer funktionieren kann.

Diesmal sollte Kapitän Kevin Artmann jene klaffende Lücke in der Doppel-Sechs stopfen, die Jeff Gyasi als Abwehr-Aushilfe für den verletzten Innenverteidiger Stefan Heyken zwangsläufig hinterließ. Es funktionierte, aber an Rehdens 1a-Variante im defensiven Mittelfeld mit Gyasi und Marcel Stutter kommt derzeit niemand ran. „Insgesamt hatten wir heute nicht die Stabilität wie in den Begegnungen zuvor“, räumte Kiene „Probleme mit der Kompaktheit“ ein“: „Wir haben dem Gegner zu viele Räume gelassen.“ Zu einem guten Teil lag das allerdings auch an der Choreografie der quirligen Gäste, die mit ihren kleinen, wendigen Spielern im Mittelfeld und auf den Außenbahnen ziemlich guten und schnellen Fußball aufzogen.

Das hätte die Gastgeber schon zu Beginn in Rückstand bringen können, als Pascal Eggert nach einem Ballverlust von Gyasi frei durchmarschierte, Rehdens Schlussmann Milos Mandic aber per Fußabwehr klärte (4.). Eine Minute später ließ sich Stutter den Ball abluchsen – dank Gyasis Ausputzer folgenlos. „In dieser Phase hatten wir Glück“, gestand Kiene.

Doch mit der Führung kam die Sicherheit zurück: Abu Bakarr Kargbo stocherte eine von Gazi Siala verlängerte Artmann-Ecke über die Linie – und Lüneburgs Trainer Elard Ostermann ärgerte sich: „Wir wussten um Rehdens Stärken bei Standards, hatten auch eine klare Zuteilung – aber bei der Hitze heute sind wohl einige Informationen verloren gegangen.“

Dafür bewahrten die Gäste im Spielerischen kühlen Kopf, gingen teils zu dritt auf Kargbo und Offensivkollege Andreas Gerdes-Wurpts und blieben auch sonst in der Abwehr gut organisiert. Der Ausgleich fiel daher nicht unverdient, aber unglücklich – nach einem Einwurf bekam Kwasi Okyere Wriedt die Kugel unbedrängt und vollendete gegen den machtlosen Mandic (32.). Mit diesem 1:1 ging es in die Kabinen, weil der BSV vorn aus dem Spiel heraus zu wenig Gefahr ausstrahlte.

Darauf reagierte Kiene, indem er Artmann wieder auf die Zehner-Position beorderte. „Nach der Umstellung lief es für uns in der Offensive besser“, analysierte Gazi Siala, der in der zweiten Hälfte ohne Gesichtsschutz spielte und seinen Nasenbeinbruch damit für ausgeheilt erklärte: „Wir haben mehr Druck über außen erzeugt und bekamen so mehr Möglichkeiten.“ Doch Schüsse von Gerdes-Wurpts (47.) und Matthias Tietz (49.) blieben in der kompakten LSK-Abwehr hängen, Gerdes-Wurpts scheiterte per Kopfball (62.) – und plötzlich stand es 1:2, weil Leon Heine viel zu lange mit dem Ball vor dem Strafraum kreuzen durfte und Mandic per Schlenzer überwand (83.). Rehden reagierte wütend, zeigte großen Willen – und Gyasi verwertete einen schönen Diagonalpass von Viktor Pekrul zum 2:2 (85.). Dabei blieb's, weil Kargbos Tor in der Schlussminute nach Pass von Jeff-Denis Fehr wegen Abseits nicht galt. „Das 2:2 ist in Ordnung, aber es hätte auch 3:2 ausgehen können“, wusste Gyasi. Vielleicht wäre es aber des Guten zu viel gewesen.

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