Muzzicato beweist beim 2:1-Sieg in Bremen ein goldenes Händchen

Gefühlter Klassenerhalt

Angeführt von Ronaldo Felix Junior feierte Rehden beim SV Werder II „Big Points“ im Abstiegskampf. Foto: Wiechert

Bremen - Von Daniel Wiechert. Ersatzkeeper Eric Schröder nahm Torhüter Philip Faderl in den Catcher-Griff und stieß ihn anschließend liebevoll weg. Im Hintergrund funktionierten die Mannschaftskollegen vom BSV Rehden die Wasserpullen kurzerhand in Champagnerflaschen um und begossen sich gegenseitig, ehe alle zusammen die „Humba“ grölten. Es hatte etwas von einer Meisterfeier, wie die Schwarz-Weißen den 2:1 (0:1)-Auswärtssieg beim SV Werder II zelebrierten. Vom Regionalliga-Titel sind sie weit entfernt, aber der „gefühlte Klassenerhalt“ schmeckte an diesem Samstagnachmittag genauso süß. Werder II musste sich nach zwölf Spielen ohne Niederlage erstmals wieder geschlagen geben.

Zwar wollte beim BSV Rehden niemand offiziell von der perfekten Rettung sprechen, doch hie und da fiel das Wort „Klassenerhalt“ hinter vorgehaltener Hand. „Es war zweifellos ein wichtiger Schritt“, betonte BSV-Trainer Benedetto Muzzicato. Er druckste sich um die Antwort auf die Frage, ob damit ein weiteres Jahr in der vierten Liga gesichert sei. „40 Punkte sind nicht so schlecht“, sagte der 40-Jährige und grinste dabei breit.

Es muss tatsächlich schon sehr viel schiefgehen, damit Rehden noch absteigt. „Durch den Sieg können wir die kommenden Aufgaben jetzt etwas entspannter angehen“, sagte Stürmer Addy-Waku Menga schon mit Blick auf das Heimspiel gegen das Schlusslicht VfL Oldenburg am Freitag. Das Spiel auf Platz 11 im Schatten des Weserstadions habe wieder gezeigt, „dass wir mittlerweile ein Team sind, das man erst mal schlagen muss“, betonte Muzzicato.

Der scheidende Coach hatte durchaus Überraschungen in der Startelf aufgeboten. Mit Mathis Wellmann oder Ronaldo Felix Junior hätten wohl nur die wenigsten von Beginn an gerechnet. Dafür saßen in Santiago Aloi und Quentin Fouley zwei Leistungsträger der starken Rückrunde auf der Bank. „Mathis und ,Ronny‘ hatten sich diese Chance durch ihre Trainingsleistungen einfach verdient“, betonte Muzzicato. Sein Team hatte ordentlich in die Partie gefunden, geriet aber mit dem ersten Bremer Torschuss in Rückstand. Joshua Bitter stand nach einem Eckball gefühlt zehn Meter in der Luft und köpfte das 1:0 (12.).

Rehden berappelte sich jedoch schnell. Menga bediente Shamsu Mansaray – dessen Schuss aus zwölf Metern parierte Werder-Keeper Luca Plogmann (14.) stark. Bei der folgenden Ecke setzte BSV-Verteidiger Jakob Lewald einen Kopfball links daneben. Und nur zehn Minuten später lenkte Plogmann einen Ronaldo-Freistoß mit den Fingerspitzen über die Latte. Die Gastgeber erhöhten erst kurz vor der Pause wieder das Tempo. Dann aber richtig. Erst parierte Faderl stark gegen Florian Dietz (37.), dann scheiterte der Werder-Stürmer am linken Pfosten (41.). Und nur Sekunden später war Faderl erneut Sieger im Privatduell mit Dietz.

Nach Wiederbeginn war es aber vorbei mit der grün-weißen Herrlichkeit: Ronaldo brachte einen Freistoß von rechts in den Strafraum, der Ball kullerte abgefälscht vor Mengas Füße – und Rehdens Routinier schob mit rechts unten links zum 1:1 (47.) ein. Auch am 2:1 (62.) war Ronaldo beteiligt. Statt einen Freistoß aus dem Halbfeld lang in den Strafraum zu schlagen, schickte er Aloi über den linken Flügel. Der Argentinier nahm Tempo auf, flankte vor das Tor, wo er in Lewald einen Abnehmer fand. Zwar parierte Plogmann dessen Kopfball, Tomislav Ivicic drückte jedoch den Abpraller ins Netz. Der Torschütze und Aloi waren erst Sekunden vorher eingewechselt worden. „Man braucht auch mal ein glückliches Händchen“, sagte Muzzicato mit einem Augenzwinkern.

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