Fußball-Regionalligist reist zum sieglosen Schlusslicht / Abstiegskampf pur

Rehden ist in Schilksee zum Siegen verdammt

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Rehdens Winterneuzugang Joseph Boyamba (M.) soll wieder Dampf über die Außenpositionen machen.

Rehden - Von Arne Flügge. Wenn nicht jetzt, wann dann? Fußball-Regionalligist BSV Rehden tritt am Sonntag (14.00 Uhr) beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht TSV Schilksee an. Alles andere als ein Sieg der Rehdener wäre nicht nur eine Riesenenttäuschung, sondern auch ein herber Rückschlag im Abstiegskampf.

BSV-Trainer Fabian Gerber weiß das natürlich, er sieht aber „in dem Muss auch eine Gefahr“, wie er sagt: „Wir müssen aufpassen, dass die Jungs nicht verkrampfen. Es ist nicht leicht, gegen eine Mannschaft siegen zu müssen, die noch kein Spiel gewonnen hat.“ Von daher will der Trainer im Vorfeld nicht noch zusätzlichen Druck aufbauen: „Wir wissen so schon, dass es ein ganz, ganz schweres Spiel wird.“

Schließlich ist der BSV Rehden derzeit nicht gerade mit Selbstvertrauen gesegnet. Beim 1:1 gegen Goslar hatte sich die Mannschaft nicht für eine starke zweite Halbzeit belohnt. „Es war eine gefühlte Niederlage“, räumt Gerber ein. Und die ist freilich nicht gut fürs Gemüt. Schilksee hingegen hat nichts mehr zu verlieren, plant bereits die Oberligasaison und kann völlig befreit aufspielen.

Von daher fordert Gerber von seinen Spieler, „dass sie absolut professionell an die Sache rangehen. Wir müssen von der ersten Minute an die 100-prozentige Bereitschaft und den Willen haben, dieses Spiel zu gewinnen.“ Dazu gehöre Entschlossenheit, die richtige Einstellung und Konzentration. Ist das Team nicht bei der Sache, „kann das schnell mal nach hinten los gehen“, warnt der Trainer.

Zudem wünscht sich der 36-Jährige in der Offensive mehr Effektivität. Das gilt zum einen für die Standdards. „Freistöße und Ecken können immer für Gefahr und Torchancen sorgen. Da müssen wir die Bälle mit noch mehr Überzeugung schlagen und auch in die Flanken reingehen“, fordert Gerber. Mitunter sei seine Mannschaft mit diesen Möglichkeiten noch zu leichtfertig umgegangen. Wie auch mit den Chancen aus dem Spiel heraus. „Der Gegner macht momentan aus einer halben Chance ein Tor, und wir schaffen es nicht, unsere zahlreichen Möglichkeiten zu verwerten“, seufzt der Rehdener Trainer: „Ich hoffe, dass der Knoten jetzt endlich platzt.“

Das wird auch bitter nötig sein, denn Unentschieden bringen den BSV Rehden nicht weiter. Der Lüneburger SK hat am Mittwoch bei St. Pauli II 2:0 gewonnen und damit Rehden in der Tabelle überholt. Und die, weiß Gerber, ist aufgrund der vielen Nachholspiele der anderen Vereine „noch ziemlich schief“. Würden die nur „halbwegs normal“ an die Abstiegskonkurrenz gehen, wäre Rehden plötzlich punktgleich mit der Mannschaft auf dem ersten Abstiegsplatz. „Wir müssen der Realität ins Auge schauen. Ein ,es wird schon irgendwie‘ hilft nicht. Wir stecken mittendrin im Abstiegskampf. Das muss jedem bewusst sein.“ Und daher fordert der BSV-Coach, jetzt die Ärmel hochzukrempeln und in Schilksee den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. „Die Aufgaben danach werden sicher nicht einfacher“, weiß Gerber, dass dann dicke Brocken wie der VfL Wolfsburg II oder Spitzenreiter VfB Oldenburg warten.

Doch Sonntag heißt der Gegner erstmal Schilksee. Und den hat Rehdens Trainer gestern per Videostudium genau unter die Lupe genommen, Stärken und Schwächen analysiert. Im Abstiegskampf wird eben nichts dem Zufall überlassen.

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