Regionalligist lässt gegen Goslar zu viele glasklare Chancen liegen

1:1 – Rehden verpasst den wichtigen Befreiungsschlag

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Mittelfeldspieler Andor Bolyki (li.) bereitete die 1:0-Führung des BSV Rehden gegen Goslar vor.

Rehden - Von Arne Flügge. Kevin Birk versuchte sich nach dem Abpfiff als Mutmacher und Aufbauhelfer. „Männer, Kopf hoch. Wir haben nicht verloren und eine ganz starke zweite Halbzeit gespielt“, rief der Torhüter von Fußball-Regionalligist BSV Rehden seinen Kollegen zu. Doch der Trost des Keepers prallte an den versteinerten Gesichtern der Mitspieler ab. Der Frust am Samstag nach dem verpassten Heimsieg beim 1:1 (1:1) gegen den Goslarer SC saß einfach zu tief.

Schließlich hatten die Rehdener einen Big Point im Abstiegskampf nicht genutzt. Denn aufgrund der Vielzahl an klaren Torchancen vor allem in der zweiten Halbzeit hätten die Gastgeber als Gewinner vom Platz gehen müssen. Doch entweder hatte der bärenstarke GSC-Keeper Felix Junghan etwas dagegen oder es fehlten Zentimeter. Allerdings wurden einige vielversprechende Kontersituationen auch nicht clever genug ausgespielt. „Goslar hätte sich nicht beschweren können, wenn sie hier noch zwei oder drei Stück bekommen hätten“, meinte BSV-Trainer Fabian Gerber. Da konnte sein Kollege Sven Thoß nur zustimmen: „Wir können mit dem Punkt sicherlich besser leben als der Gegner...“

Vor rund 300 Zuschauern in den Waldsportstätten begann der BSV Rehden gut, spielte druckvoll und ging in der elften Minute auch verdient in Führung. Danny Arend passte quer in den Strafraum auf Andor Bolyki. Der Mittelfeldspieler tankte sich durch, scheiterte aber an Junghan. Doch Bolyki setzte nach, eroberte sich den Ball zurück, spielte zu Abu Bakarr Kargbo, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Sechs Minuten später scheiterte Bolyki an Junghan.

Warum der BSV Rehden dann nach 20 Minuten plötzlich völlig den Faden verlor, ist vielen ein Rätsel gewesen. Ausschlaggebend könnte gewesen sein, dass es kurz zuvor in der Vorwärtsbewegung zwei haarsträubende Fehler gegeben hatte, die fast bestraft worden wären. Und plötzlich spielte dann wieder die Angst mit, etwas falsch zu machen. „Anstatt druckvoll aufs 2:0 zu gehen, haben wir den Gegner ins Spiel kommen lassen“, monierte Coach Gerber: „Es hat mich richtig verärgert und auch ein Stück weit enttäuscht, dass wir den Sack nicht zugemacht haben.“

So kam es, wie es kommen musste: Goslar glich in der 27. Minute zum 1:1 aus. Brian Bruno Behrens traf mit einem strammen Schuss von der Strafraumkante. „Das Tor hat uns Rückenwind gegeben“, freute sich GSC-Trainer Thoß. Rehden indes wirkte verunsichert.

Das setzte sich auch in den ersten Minuten nach dem Wechsel fort, ehe der BSV Rehden sich langsam aber sicher immer mehr ins Spiel zurückbiss, feldüberlegen wurde und sich nun auch zahlreiche gute Chancen herausarbeitete. In der 66. Minute scheiterte Joseph Bayamba ans Junghan, fünf Minuten später war Goslars Keeper im gleichen Duell erneut Sieger. In der 75. Minute vergab Kevin Artmann knapp, vier Minuten später strich ein Schuss von Kargbo nur hauchzart am Pfosten vorbei. Damit aber nicht genug: Junghan entschärfte in der 88. Minute noch einen Schuss von Kargbo aus kurzer Distanz. „Die Jungs sind nach der Pause toll zurückgekommen“, lobte Gerber sein Team. Nur die Tore haben sie einfach nicht gemacht.

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