Fünf auf einen Streich

BSV Rehden schlägt auf dem Transfermarkt noch mal richtig zu

Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg (hinten links) sowie Trainer Stefan Stuckenberg (hinten, Zweiter von rechts) und Co-Trainer Hugues M’bossa (hinten rechts) freuen sich über die acht Neuzugänge (stehend von links) Noe Bokila, Alexandros Natsiopoulos, Emre Karaca, Sulhattin Capli sowie (vorn von links) Kevin Njie, Nozomu Nonaka, Rezzan Bilmez und Nediljko Kovacevic. - Foto: Vogler
+
Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg (hinten links) sowie Trainer Stefan Stuckenberg (hinten, Zweiter von rechts) und Co-Trainer Hugues M’bossa (hinten rechts) freuen sich über die acht Neuzugänge (stehend von links) Noe Bokila, Alexandros Natsiopoulos, Emre Karaca, Sulhattin Capli sowie (vorn von links) Kevin Njie, Nozomu Nonaka, Rezzan Bilmez und Nediljko Kovacevic. 

Rehden - Von Arne Flügge. Nichts geht mehr. Seit Dienstagabend um 18.00 Uhr ist die Wechselfrist beendet. Das berühmte Transferfenster ist zu. Doch kurz vor Toresschluss hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden personell noch einmal richtig zugeschlagen, verpflichtete gleich fünf neue Spieler – und das quasi en bloc. Denn die Neuzugänge gaben sich an einem Tag fast im Stundenrhythmus für die Vertragsunterzeichnungen die Klinke in die Hand. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, sagt Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg über den Transfer-Marathon, für den er in Abwesenheit von BSV-Chef Friedrich Schilling (Dienstreise) federführend verantwortlich zeichnete: „Wir sind froh, noch alles rechtzeitig über die Bühne gebracht zu haben“

Am Abend trainierten alle Neuen bereits mit der Mannschaft. Und es wird sich zeigen, wer es zum Punktspielauftakt am Samstag (16.00) bei Spitzenreiter SV Meppen schon in den Kader schafft.

Die Rehdener haben sich dabei auf den Außenbahnen, im zentralen Mittelfeld und im Angriff verstärkt. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf dem Griechen Alexandros Natsiopoulos. Der 26-Jährige hat die vergangenen sieben Jahre bei vier Vereinen in der ersten griechischen und zypriotischen Liga gespielt, zuletzt bei Anagennisi Derynia. Jetzt will er versuchen, im deutschen Fußball Fuß zu fassen. „Ein Mann mit sehr viel Erfahrung. Ein absoluter Profi. Er spielt auf der Zehn, kann durch seine unheimliche Flexibilität aber auch im Sturm oder auf anderen Mittelfeldpositionen spielen“, beschreibt Weinberg die Qualitäten des Allrounders, der ihm von „einem sehr guten Kontakt“ empfohlen wurde: „Alexandros nimmt ein Spiel in die Hand, ist schnell im Umschalten. So einen Typen haben wir gesucht.“

Griechischer Profi als Allrounder

Allerdings will der BSV-Manager den Griechen jetzt nicht zum alleinigen Heilsbringer im Abstiegskampf erklären: „Es wäre falsch, ihn jetzt zu hoch zu jubeln.“ Auf jeden Fall ist Natsiopoulos ein Spieler, der dem BSV Rehden sofort weiterhelfen könnte. Was auch für Sulhattin Capli gilt. Der 20-Jährige wechselt vom Liga-Konkurrenten Eintracht Braunschweig II in die Waldsportstätten und kann bereits auf zwei Spielzeiten in der Regionalliga Nord mit insgesamt 29 Einsätzen verweisen. Capli, in Peine zu Hause, ist ein junger Mann für die linke Außenposition und soll ziemlich flink unterwegs sein. „Es heißt, er ist der Schnellste im Braunschweiger Team“, berichtet Weinberg: „Diese Schnelligkeit und seine körperliche Präsenz haben uns überzeugt.“ Sowohl Natsiopoulos als auch Capli erhalten einen Vertrag bis zum 30. Juni mit einer Option auf eine weitere Saison.

Balleroberung und blitzartiges Umschaltspiel nach vorn – das wünscht sich BSV-Trainer Stefan Stuckenberg. Und daher dürfte sich der Diplomsportlehrer auch über die nächste Verpflichtung freuen. Von TuRu Düsseldorf (Oberliga Niederrhein) hat sich der wieselflinke Nozomu Nonaka (23/Vertrag bis Saisonende) dem BSV Rehden angeschlossen. „Wir haben in Rehden mit Japanern bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch Taiki Hirooka und Yuri Nakagawa hatten gezeigt, dass sie einen unbedingten Willen mitbringen“, erinnert BSV-Sportvorstand Weinberg. Allerdings haben beide den endgültigen Durchbruch nicht geschafft. Von Nonaka aber, der sowohl auf der rechten als auch auf der linken Außenbahn spielen kann, sind die Rehdener Verantwortlichen überzeugt, dass er den Sprung in die Regionalliga packen kann. „Er ist sehr lernwilig, interessiert. Wir trauen ihm das zu“, so der 34-Jährige: „Vor allem hat er durch sein Engagement und seine Schnelligkeit Pluspunkte gesammelt.“

„Natürlich muss er jetzt auch die nötigen Tore schießen.“

Neuzugang Nummer vier ist Noe Bokila, zuletzt in Diensten des belgischen Drittligisten KSC Grimbergen. Der 26-jährige Niederländer mit kongolesischen Wurzeln hat die BSV-Macher beim Casting durch seine Einsatzbereitschaft sowie körperliche Präsenz überzeugt und einen Vertrag bis zum 30. Juni unterschrieben. „Er ist ein laufstarker Stürmer, der die Bälle vorn richtig gut festmacht. Und damit passt er sehr gut ins Konzept von unserem Trainer“, sagt Weinberg: „Natürlich muss er jetzt auch die nötigen Tore schießen.“

Bei seinen Neuverpflichtungen hat der BSV Rehden aber auch bereits an die Zukunft gedacht und den hochbegabten Rezzan Bilmez unter Vertrag genommen. Der 20-jährige, beidfüßige offensive Mittelfeldspieler kommt vom Landesligisten Heesseler SV, Ligakonkurrent des TuS Sulingen. „Der Junge hat ein unglaubliches Entwicklungspotenzial“, schwärmt Weinberg. Verantwortung wolle man Bilmez jetzt aber noch nicht übertragen. „Er soll behutsam an die Mannschaft herangeführt werden und ist eine vorweggenommene Verpflichtung für die kommende Saison.“ Bereits in der Sommervorbereitung habe Bilmez, der vorerst bis zum 30. Juni 2018 unterschrieb, bei den Rehdenern einen bleibenden Eindruck hinterlassen, jedoch die Freigabe nicht bekommen. Weinberg: „Jetzt hat er sie erhalten, und wir haben zugeschlagen.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Trump rät zu Masken - will sich aber nicht daran halten

Trump rät zu Masken - will sich aber nicht daran halten

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Kommentare