FT-Coach Walther will auch Rehden ärgern

„Ich bin stolz auf die Mannschaft“

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Eingefangen: Braunschweigs Trainer Uwe Walther (links) jubelt mit Julian Eggers, dem Siegtorschützen im Halbfinale gegen Regionalligist VfB Oldenburg.

Braunschweig - Von Arne Flügge. Die „Freien Turner“ Braunschweig haben in der Fußball-Oberliga Niedersachsen eine grandiose Saison gespielt.

Der Aufsteiger schaffte auf Anhieb hinter dem Lüneburger SK die Vizemeisterschaft und qualifizierte sich damit für die Aufstiegsspiele zur Regionalliga, wo die Mannschaft von Trainer Uwe Walther auf den VfB Lübeck und den Bremer SV trifft. Nach dem überraschenden 1:0-Erfolg im Halbfinale des Niedersachsenpokals über den VfB Oldenburg steht das Team als Finalist – wie auch der BSV Rehden – bereits in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Heute Abend steigt nun das große Finale im Braunschweiger Prinzenpark. Und FT-Coach Walther ist hin- und hergerissen. „Natürlich wollen wir jetzt auch den Pokal gewinnen“, sagt der 46-Jährige. Doch die Priorität liegt eindeutig auf der Aufstiegsrunde. „Ohne Wenn und Aber“, macht Walther im Interview mit dieser Zeitung deutlich.

Herr Walther, am Mittwochabend das Finale gegen Rehden – am Samstag bereits Relegation in Lübeck. Ein schwieriger Spagat?

Uwe Walther: Natürlich, die Relegation wurde super angesetzt. Die anderen Mannschaften können sich eine Woche ausruhen, und wir müssen gleich wieder ran. Das wurde wirklich blöd angesetzt, und ich kann das nicht verstehen. Warum hätten wir nicht am Dienstag unser erstes Spiel machen können? Nun gut, da müssen wir jetzt durch, wir nehmen es, wie es kommt.

Werden Sie demnach im Pokalspiel gegen Rehden Leistungsträger für die Relegation schonen? Immerhin ist die DFB-Pokalteilnahme ja gesichert.

Walther: Wenn man in diesem Wettbewerb so weit gekommen ist, dann will man den Pokal doch auch gewinnen. Und das wollen wir. Ob alle Stammspieler auflaufen, weiß ich noch nicht. Ich habe kaum Verletzungssorgen, kann also aus dem Vollen schöpfen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Relegation, ganz klar. Und sollte Rehden 3:0 führen, werde ich sicherlich einige Leute rausnehmen, die für die Relegation unverzichtbar sind.

Das klingt ja nicht gerade zuversichtlich.

Walther: So meine ich das aber nicht. Wir werden alles dafür tun, um dieses Spiel zu gewinnen. Fakt ist aber: Wir sind klarer Außenseiter, haben daher keinen Druck. Wir wollen unseren Fans noch einmal ein tolles Spiel zeigen, alles reinlegen. Es werden viele Zuschauer kommen. Wir wollen diese Atmosphäre aufsaugen.

Wie groß ist Ihre Vorfreude auf das Spiel gegen Rehden?

Walther: Sehr groß natürlich. Obwohl die Freude sicherlich größer war, nachdem wir Oldenburg im Halbfinale geschlagen hatten und somit im DFB-Pokal stehen. Das ist für diesen Verein eine bisher einmalige Geschichte. Und wir können sehr stolz darauf sein. Vor allem können wir stolz auf das sein, was die Mannschaft in diesem Jahr jetzt schon geleistet hat.

Was für ein Spiel erwarten Sie gegen Rehden?

Walther: Ich erwarte ein offenes Spiel. Wir werden mutig nach vorn spielen. Wir wissen, dass Rehden für richtig guten Fußball steht. Dann müssen wir sehen, wie lange bei uns die Kraft reicht.

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