Trainer Ehlers ganz auf Rehden fokussiert

„Freundschaften werden ruhen“

Rehdens neuer Trainer Stephan Ehlers ist voll und ganz auf seinen Club und die Mannschaft fokussiert. - Foto: Flügge

Rehden - Er begann seine Trainertätigkeit beim VfL Oldenburg, war die vergangenen drei Jahre A-Junioren-Trainer des JFV Nordwest, einem Zusammenschluss in der Jugendarbeit zwischen dem VfL sowie dem VfB Oldenburg, und führte die Mannschaft in den abgelaufenen Saison zum Bundesliga-Aufstieg.

Im vergangenen Jahr trainierte er zudem interimsweise den Regionalligisten VfB Oldenburg – keine Frage: Stephan Ehlers ist in den Vereinen fest verwurzelt gewesen. Seit dem 1. Juli nun ist der 46-Jährige Cheftrainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden und trifft am Sonntag (15 Uhr) in den Waldsportstätten in der ersten Runde des NFV-Pokals auf Ligakonkurrent VfB Oldenburg. Im Interview spricht der Coach über seine Gefühlswelt vor der Partie.

Herr Ehlers, was ist Ihnen im ersten Moment durch den Kopf gegangen, als das Los auf den VfB Oldenburg viel?

Stephan Ehlers: Ich dachte: Ausgerechnet, das ist ein Ding. Ich hätte mir sicherlich einen leichteren Gegner gewünscht. Auf der anderen Seite liegt der Vorteil darin, dass du gegen diese Mannschaft nicht mehr in die Motivations-Trickkiste greifen musst. Jeder von den Jungs wird alles geben. Davon bin ich überzeugt.

Wie waren damals die Reaktionen nach Ihrem Abschied?

Unterschiedlich. Einige fanden es in Ordnung, andere haben Unverständnis geäußert. Ich hätte auch Trainer des Oberligisten VfL Oldenburg oder in den Trainerstab des VfB rücken können. Doch selbst ein Regionalligateam zu trainieren – darin lag für mich der besondere Reiz. Zumal stand ich schon länger in Kontakt mit Friedrich Schilling. Und der Aufstieg mit der A-Jugend in die Bundesliga war ein schöner Abschied und eine Bestätigung meiner Arbeit.

Gab’s auch richtig böse Worte?

Schon. Aber nicht mir persönlich gegenüber, sondern ich glaube in den sozialen Netzwerken. Doch da bin ich nicht unterwegs.

Schlagen am Sonntag in Ihrer Brust zwei Herzen?

Ganz klar: Nein! Ich will mit dem BSV Rehden in die zweite Runde. Und da kann und werde ich auch keine Rücksicht nehmen. Ich bin ganz bei meiner Truppe, egal, wie der Gegner heißt. Alle Freundschaften werden für diese 90 Minuten ruhen. Danach kann man sich gerne auf einen Kaffee zusammensetzen.

Wo liegt für Sie der größte Unterschied zwischen Jugend- und Herren-Regionalliga?

Taktisch gibt es viele Ähnlichkeiten, doch der Herrenbereich ist schon anspruchsvoller. Du arbeitest mit Ex-Profis sowie gestandenen Spieler zusammen und musst junge Leute integrieren. Das macht die Aufgabe so spannend. Es ist auch schön zu sehen, dass die jungen Spieler von den erfahrenen angeleitet werden. Da gibt’s auch schon mal eine richtige Ansage. Und das macht es mir als Trainer dann auch leichter. - flü

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