Coach mahnt: „Wir müssen uns auf die Liga konzentrieren“

In der Freude auf die Bayern sieht Uzelac auch eine Gefahr

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Gleich vorneweg: Neuzugang Ricardo Torrao (vorn rechts) aus Macao bei der ersten Rehdener Laufeinheit. ·

Rehden - Von Arne Flügge und Cord Krüger. Den Pokal-Kracher gegen Bayern München vor Augen, eine schwere Saison vor der Brust: Mit großen Erwartungen, Hoffnungen, viel Euphorie, aber auch ein paar Sorgenfalten hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden gestern die Vorbereitung aufgenommen.

Darunter auch die bisher acht feststehenden Neuzugänge. Da die offizielle Vorstellung der Mannschaft erst im Rahmen der Sportwoche am 21. Juli geplant ist, fanden nur rund 40 Fans den Weg in die Waldsportstätten.

Den Spielern merkte man die Vorfreude an. Auch Trainer Predrag Uzelac kam gut erholt aus dem Kroatien-Urlaub zurück. „Es hat gut getan, nach der harten und anstrengenden Saison einmal die Seele baumeln zu lassen“, sagte der 47-Jährige: „Doch jetzt ist die Freude riesengroß. Ich bin wieder heiß auf Fußball. Denn Fußball ist mein Leben“, meinte Uzelac.

Doch der Coach weiß, dass in den kommenden Wochen ein beschwerlicher Weg vor dem BSV Rehden liegt, um topfit in die Saison zu starten: „Das zweite Jahr ist immer das schwerste. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht.“

Die Stärke der Konkurrenz ist für den Trainer noch schwer einzuschätzen. Vor allem die Aufsteiger Eintracht Braunschweig II, Eintracht Norderstedt und SV Eichede sind für Uzelac die große Unbekannte. „Im vergangenen Jahr wurden Aufsteiger wie Flensburg oder Neumünster als nicht so stark eingeschätzt. Doch dem war nicht so. Sie waren richtig gut. Auch ich habe mich da getäuscht“, räumte der 47-Jährige ein: „Jeder Gegner wird uns alles abverlangen.“

Und Uzelac muss wieder ein neues Team formieren. Neun Abgängen stehen bisher acht Neuzugänge gegenüber. „Wir stehen erneut vor einem Umbruch. Teils gewollt, teils nicht. Die schnelle Integration der Spieler steht jetzt im Vordergrund. Und wir sollten sehen, was personell noch machbar ist. Denn wir müssen auf einigen Positionen noch die Abgänge kompensieren“, erklärte der Coach.

Womit er in erster Linie die beiden offensiven Außenpositionen meint. Paul Kosenkow und Marcus Storey hinterlassen eine Lücke. Auch der Rückzug von Kapitän Maarten Schops in die zweite Mannschaft „trifft uns. Die Spieler werden uns fehlen“, weiß Uzelac. Daher muss schnellstmöglich Ersatz her. Doch das wird nicht einfach. „Wir brauchen Spieler mit entsprechender Qualität, damit wir uns weiter verbessern“, fordert der BSV-Coach.

Wichtig sei jedoch, dass er bereits ein Gerüst aus der Vorsaison hat, auf das er bauen kann. Stefan Heyken, Danny Arend, Christian Hegerfeld und Marius Winkelmann haben ihre Verträge verlängert. Francis Banecki, Alexander Neumann und Viktor Pekrul sind noch an den BSV Rehden gebunden. „Dass diese Spieler schon letzte Saison bei uns waren, ist ein Vorteil“, erklärt Uzelac, der bei der Zusammenstellung der Mannschaft im Gegensatz zum Vorjahr nicht bei Null anfangen muss. Wichtig sei, mit allen Spielern intensiv zu arbeiten, um schnell eine Mannschaft formen zu können.

Die muss sich schließlich im ersten Pflichtspiel am 5. August im DFB-Pokal gegen Bayern behaupten. Und Uzelac hofft, dass diese Partie nicht ständig in den Köpfen der Spieler herumspukt und damit die Vorbereitung beeinflusst. „Der Pokal ist eine Supersache, unheimlich wichtig für die Mannschaft, vor allem aber für den Verein“, sagte der Trainer, „aber es besteht auch eine Gefahr, was die Liga betrifft. Das dürfen wir nicht unterschätzen.“

Als Beispiel führt Uzelac den TSV Havelse an, der vor einem Jahr nach seiner DFB-Pokalteilnahme „einige Probleme bekommen und die ersten Spiele verloren hat“. Allerdings lief die Saison damals schon. Für Rehden geht sie erst nach dem Pokalspiel gegen den Triple-Sieger los. „Dann ist das Bayern-Spiel vielleicht abgeschüttelt und die ganze Konzentration liegt auf der Liga“, hofft der BSV-Trainer.

Stürmer Neumann sieht den Hit im Pokal hingegen als Vorteil für die Regionalliga an: „Es ist doch klar, dass da jeder von uns spielen will. Also hängen sich alle in der Vorbereitung noch mehr rein. Das kann für den Rest der Saison nur gut sein.“

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