Interview

Rehdens Trainer Maarten Schops freut sich auf den Start in Hannover

2020: Maarten Schops als Trainer des Regionalligisten BSV Rehden. Foto: wie
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2020: Maarten Schops als Trainer des Regionalligisten BSV Rehden.

Rehden - Wenn der Wettergott es zulässt, startet Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Sonntag (14.00 Uhr) bei Schlusslicht HSC Hannover ins Pflichtspieljahr. Der neue Coach Maarten Schops (43) muss dabei auf Shamsu Mansaray (Knieverletzung) und Neuzugang Pierre Becken (noch zwei Partien gesperrt) verzichten. Im Interview zieht der belgische Coach ein Resümee der Vorbereitung des Tabellenachten und verrät, was ihm während seiner Auszeit gefehlt hat.

Als Sie im Sommer 2019 beim TuS Sulingen aufhörten, haben Sie damit geliebäugelt, mal einen Marathon zu laufen. Und?

Meine Frau und ich haben im August den Moormarathon in Goldenstedt absolviert – als Halbmarathon. Das ist angenehmer als ein ganzer, das muss ich nicht unbedingt haben (lacht).

Wie schnell waren Sie?

1:45 Stunden hatte ich mir vorgenommen, 1:38,04 sind es geworden. Wir haben uns sieben Wochen gezielt vorbereitet – es war schön, sich mal auf etwas anderes zu fokussieren als Fußball. Und wir haben es auch besonders genossen, unsere Wochenenden als Familie frei gestalten zu können.

Damit ist seit Ihrem Einstieg beim BSV Rehden Anfang Januar wieder Schluss. Wie schmeckt der Trainer-Job nach dem halben Jahr Pause?

Gut! Es macht unheimlich viel Spaß. Es ist zwar sehr anstrengend, alles unter einen Hut zu bekommen: Familie, Vollzeitjob, Fußball. Und momentan mit Michael Hohnstedt (Co-Trainer, d. Red.) auch noch die Videoanalysen, weil Nils Weiler (kümmerte sich vor allem darum) uns im Winter verlassen hat. Aber es ist meine absolute Leidenschaft, deshalb nehme ich die Strapazen in Kauf.

Merken Sie momentan, was Ihnen während der Auszeit gefehlt hat?

Ja, schon. Dieses Kribbeln im Bauch, das ich sogar vor Testspielen habe, ist jetzt wieder da. Diese gesunde Anspannung.

Wie fällt Ihr Fazit nach der Vorbereitung aus?

Nach jedem Trainerwechsel ist es so, dass sich der neue Mann und die Spieler kennenlernen und aneinander gewöhnen müssen. Das hat man in den ersten anderthalb Wochen gemerkt – ganz normal. Jetzt sind wir gut eingespielt. Jeder muss sich immer wieder zeigen, das haben alle getan. Momentan bin ich sehr zufrieden, wie es läuft. Jetzt ist der Fokus voll da und auf das erste Spiel gerichtet.

Worauf lagen die Schwerpunkte in der Trainingsarbeit?

Wir wollen im Ballbesitz etwas variabler werden – und das wird bald Früchte tragen. Die Defensive stand schon gut, die Abläufe waren drin. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nicht alles umstoßen will, denn hier ist gut gearbeitet worden.

Ihr Vorgänger Heiner Backhaus ist nach wenigen Wochen als Coach des Drittligisten Großaspach gefeuert worden. Was sagen Sie dazu?

Aus der Ferne kann ich das natürlich nicht beurteilen, warum es so gekommen ist. Ich kann nur sagen, dass er hier in Rehden erfolgreich war – das sieht man schon an der Tabelle.

2009: Maarten Schops als Spieler im Trikot des Oberligisten BSV Rehden.

Ihr Gegner HSC Hannover war 2020 schon im Einsatz und hat gegen den Hamburger SV II mit 2:0 gewonnen.

Deshalb gehe ich auch fest davon aus, dass wir spielen, weil Hannover den Rhythmus und Flow beibehalten will. Wir machen uns auf eine Mannschaft gefasst, die sich als Einheit präsentiert, ein hohes Tempo geht und aggressiv verteidigt. Und sie haben in der Winterpause alles auf links gedreht, das Team ist nicht mehr mit dem aus der Hinserie zu vergleichen.

Sie waren damals (von 2009 bis 2013) Spieler in Rehden, sind nun Trainer. Was hat sich verändert?

Einiges. Als Beispiel: Jeden Tag sind die ganze Zeit Physios da. Um die Mannschaft herum ist insgesamt vieles besser geregelt, professioneller. Das hätten wir früher auch gerne gehabt (schmunzelt). Aber es ist immer noch ein recht kleiner Verein, da ist nicht alles möglich. Zum Beispiel fehlt ein Kunstrasenplatz für den Winter.

Ihre Verabredung mit dem BSV gilt bis Sommer. Wann wollen Sie über die Zeit danach entscheiden?

Der Verein und ich brauchen keine Deadline. Irgendwann wird es zwangsläufig dazu kommen, dass wir Gespräche darüber führen. Erst mal ist das überhaupt kein Thema, sondern nur unser erstes Spiel.

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